Handball
Langenthals Handballer verlieren Spiel gegen Grauholz

Nur in den letzten zehn Minuten zeigte der HV Langenthal gegen Grauholz, was er eigentlich könnte. So ging auch das zweite Spiel der Aufstiegsrunde in die 1. Liga mit 24:27 verloren. Kaum jemand wettet noch auf einen Langenthaler Aufstieg.

Hans Peter Schläfli
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Langenthals Simon Jenzer (M) gegen den Berner Stefan Rupp (L) waehrend des Handballspiels HV Langenthal gegen Handball Grauholz
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Handball: Langenthal verliert gegen Grauholz
Langenthals Philip Grossen (L) gegen den Berner Mathias Walther (R) waehrend des Handballspiels HV Langenthal gegen Handball Grauholz
Langenthals Philipp Grossen (V) gegen den Berner Mathias Walther (H) waehrend des Handballspiels HV Langenthal gegen Handball Grauholz

Langenthals Simon Jenzer (M) gegen den Berner Stefan Rupp (L) waehrend des Handballspiels HV Langenthal gegen Handball Grauholz

Marcel Bieri

Dabei hatten sich die Langenthaler nach der Niederlage im ersten Spiel gegen Wacker Thun so viel vorgenommen. Aber es blieb bei den Vorsätzen: Nie stand der HVL dem Sieg so nah wie beim 0:0 in der Startsekunde. Nie konnte er in Führung gehen und nur bis zum 5:5 einigermassen mithalten. In de 13. Minute hiess es 5:9, in der 23. Minute war die Begegnung mit 7:15 eigentlich schon verloren.

An das moderate Aufbäumen mit dem 10:15 zur Pause konnten die Langenthaler in der zweiten Hälfte nicht anknüpfen. Rasch hiess es 19:11 für Grauholz und bei den Langenthalern waren erste Frustrationszeichen zu beobachten. Simon Pauli zog sich schmollend in eine Ecke der Hard-Halle zurück und musste von Trainer Philipp Zimmerli zum Weitermachen ermuntert werden.

Kein übermächtiger Gegner

Dabei war die 2. Mannschaft von Grauholz kein übermächtiger Gegner. Aber Langenthal schob im Angriff den Ball mal nach links und mal nach rechts, ohne eine Lücke zu finden. «Keiner wollte die Verantwortung übernehmen», meinte Trainer Zimmerli am Schluss. «Und in der Defensive fehlte die Aggressivität. Wir haben eine Mannschaft, die sich den Erfolg mit harter Arbeit erkämpfen muss, er fällt uns nicht in den Schoss. Aber es scheint mir so, als ob der Wille und die Bereitschaft, diesen Extra-Effort zu leisten, derzeit nicht vorhanden sind.»

Rückstand schmilzt

Dass der HVL eigentlich mehr könnte, zeigte er erst in der letzten Viertelstunde, als er mit 12:22 zurücklag: Goalie Michael Wild spornte die Langenthaler mit ein paar tollen Paraden nochmals an. Plötzlich wurde der Angriffsschwung bis zum Torschuss durchgezogen. Der Rückstand begann zu Schmelzen. Aber die Zeit schmolz noch schneller und richtig spannend wurde es nicht mehr. Am Ende hiess es 24:27.

Bitteres Fazit für die Langenthaler: Wären sie während des ganzen Spiels so aufgetreten wie in den letzten zehn Minuten, hätten sie gewonnen. Aber so zeichnet sich ab, dass der HVH auch im dritten Anlauf in den Aufstiegsspielen zur 1. Liga scheitern wird.