Eishockey
Langenthal zieht den Löwen die Zähne mit insgesamt 13 Toren in 2 Spielen

Der SC Langenthal siegte nach einem überzeugenden 8:0 im ersten Spiel wieder mit 5:3 gegen die GCK Lions. Langenthal blieb aber cool und übernahm getreu der Favoritenrolle je länger, je mehr Spielanteile.

Leroy Ryser
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Langenthals Thomas Dommen, Aurelio Lemm und Tim Bucher (v.l.) jubeln während den Playoffs gegen die GCK Lions

Langenthals Thomas Dommen, Aurelio Lemm und Tim Bucher (v.l.) jubeln während den Playoffs gegen die GCK Lions

Marcel Bieri

Der SC Langenthal ist nach dem ersten Playoff-Wochenende das erste Team, das mit 2:0 in Serie in Führung ist. Während Ajoie, La Chaux-de-Fonds und Visp ausglichen, erhöhte der SCL mit einem Sieg auswärts gegen die GCK Lions.

Wie es zu erwarten war, zeigten die Lions jedoch ein ganz anderes Gesicht von sich, nachdem sie im Hinspiel klar unterlagen. Erneut hatten sie in den ersten Minuten sogar mehr vom Spiel und nach acht Minuten hatte Sven Senteler mit einer Doppelchance das 1:0 auf dem Stock. Langenthal blieb aber cool und übernahm getreu der Favoritenrolle je länger, je mehr Spielanteile, bis in der 15. Minute Stefan Tschannen einen Abpraller verwerten konnte. Langenthal war besser – insbesondere die erste Linie – da spürte man die Gefahr in der Luft liegen. Die beinahe logische Konsequenz daraus war das 2:0, welches von Jeff Campbell nach einem rasch ausgelösten Angriff erzielt wurde.

Doch die Lions liessen sich nicht erneut vorführen und versuchten mit kämpferischen Aspekten den Weg zurück zu finden. Nach einem rüden Foul an Noël Guyaz, welches nicht geahnt wurde, entbrannte eine Keilerei, welches den SCL etwas aus dem Konzept brachte. In nur zwei Minuten glichen die Gastgeber dabei sogar aus, wobei zuerst Sandro Zangger und dann kurz darauf Remo Heitzmann direkt vor Marc Eichmann alleinstehend erfolgreich zum Abschluss kamen.

Der Schaden hielt sich aber in Grenzen, denn selbst obwohl die SCL-Burg etwas wackelte, waren die Langenthaler stetig brandgefährlich. Es folgte nämlich ein weiterer Angriff der ersten Linie und ein entscheidender Abschluss im richtigen Moment: Brent Kelly traf zum 3:2, während dem GCK-Torhüter Melvin Nyffeler die Sicht verdeckt war. «Wir haben in den richtigen Momenten die Tore erzielt», bilanzierte daher nach dem Spiel auch Stefan Tschannen, denn nach dem 2:2 hätte das Spiel kurze Zeit auf der Kippe gestanden. Doch eben: Der SCL legte erneut vor und erschuf sich noch vor der Pause abermals eine komfortable Führung: Stefan Schnyder traf mit einem Gewaltsschuss zum vorentscheidenden 4:2.

Für den letzten Abschnitt sorgten die Lions mit dem 4:3-Anschlusstreffer zwar für Spannung, spätestens nach dem zweiten Powerplaytreffer vom SCL erzielt von Yannick Bodemann war die Sache aber klar. «Wir hatten die Partie mehrheitlich im Griff. Nun wollen wir sicherlich unsere Heimspiele gewinnen», blickte Tschannen bereits nach vorne.

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