Handball

Langenthal wird seiner Favoritenrolle gerecht und bestätigt den Trend

Die Handballer des SG Langenthal/Solothurn feierten einen souveränen 35:26 Sieg gegen das sechstplatzierte Büren. Dank einer guten Leistung in der zweiten Halbzeit sicherten sie sich den dritten Platz in der laufenden Meisterschaft.

Bereits in der 4. Minute griff Bürens Trainer Zlatko Portner erstmals mit einem Time-out ein, weil ihm seine Mannschaft im 2.-Liga-Derby gegen Langenthal/Solothurn zu statisch und mit zu wenig Selbstvertrauen angriff. Er gab klare Anweisungen, wie man sich vorn am Kreis zu bewegen habe – aber es nützte nicht viel. Die Gastgeber waren im Durchschnitt einige Zentimeter grösser und ein paar Kilo schwerer. Sie setzten diesen Vorteil kraftvoll ein und kauften den Gegnern so etwas den Schneid ab.

Beim Zwischenstand von 12:8 übertrieben es dann aber die Langenthaler etwas mit der Härte, was ihnen eine Serie von Strafen einbrachte. Büren nutzte das, um auf zwei Tore heranzukommen, und zur Pause war beim Stand von 17:14 noch alles offen.

Furiose zweite Halbzeit

Aber dann schien eine Mannschaft in der Kabine eingeschlafen zu sein: Die Spielgemeinschaft Langenthal/Solothurn II überfuhr den Gegner förmlich und entschied die Partie innert kürzester Zeit mit vier Treffern in Serie zum 21:14. «Eigentlich spielten wir schon in der ersten Halbzeit gut, aber es fehlte überall der letzte Biss», erklärte Trainer André Bichsel die stärkste Phase seiner Mannschaft. «Diesen Biss habe ich in der Pause verlangt. Das haben wir hinten, vorne und in der Auslösung sehr gut umgesetzt.» Tatsächlich zirkulierte beim HVL der Ball mit dynamischen und präzisen Pässen. Die Fortschritte der letzten Monate sind gut zu erkennen – aber für die Finalrunde ist der Zug wohl bereits abgefahren. Ärgerlich ist nur, dass die Langenthaler trotz des souveränen Sieges das Reklamieren nicht lassen konnten, was wenige Sekunden vor Schluss noch zu einer roten Karte gegen Raphael Rhyn führte.

Büren steht im Cup-Halbfinal

Büren, das das spannende erste Aufeinandertreffen noch mit 21:20 hatte gewinnen können, ging trotzdem fast kampflos unter. «Entscheidend war unser schlechter Start in die zweite Hälfte, als wir den Gegner in Fahrt kommen liessen», analysierte Coach Anita Salvisberg das Match. Vielleicht waren die Bürener mit den Gedanken schon beim Berner Cup? Bereits morgen geht es nämlich mit dem Halbfinal in Moosseedorf weiter. «Der Finaleinzug ist unser grosses Ziel», sagt Anita Salvisberg. «26 geschossene Tore wären genug, um zu gewinnen. Die Defensive müssen wir aber deutlich verbessern.»

Die voraussichtlich entscheidende Partie im Kampf um den Verbleib in der 2.Liga wird Büren am 1. Februar gegen Steffisburg/Thun austragen. Mit einem Sieg über das abgeschlagene Schlusslicht können dann die Seeländer alles klar machen. Auch die Aussichten stimmen Trainer Zlatko Portner optimistisch: «Wir haben einen guten U15-Nachwuchs und unsere Talente werden schon bald in die erste Mannschaft nachrücken.»

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