Eishockey
Langenthal verliert am Ende doch noch gegen Bern

Eishockey Schweizer Cup Bern muss sich den 3:2-Sieg gegen Langenthal hart erkämpfen. Die übermächtigen Berner konnten das Spiel trotz 2:0 Führung der Langenthaler am Ende noch drehen

leroy ryser
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Langenthals Goalie Marco Mathis wehrte sich mit aller Kraft gegen die Niederlage.ryl

Langenthals Goalie Marco Mathis wehrte sich mit aller Kraft gegen die Niederlage.ryl

Leroy Ryser

In der 24. Minute bebte der Schoren beim gestrigen Cup-Sechzehntelfinal zwischen dem SC Langenthal und dem SC Bern. Und dies bereits zum zweiten Mal. Im Derby hatten die Langenthaler nämlich etwas überraschend bereits in der zweiten Minute durch Brent Kelly vorgelegt und bestätigten diese Führung durch einen weiteren Treffer von Philip Ahlström kurz vor Spielmitte. Das Cupmärchen schien greifbar nahe, der grosse SC Bern war schon fast in die Knie gezwungen.

Die auf dem Papier deutliche Ausgangslage war auf dem Eis wie nie da: Langenthal powerte, spielte aufsässig und aggressiv und überraschte damit den SCB. Wie schon im NLB-Spitzenspiel gegen Rapperswil war die Energie der Langenthaler beeindruckend, liess aber im zweiten Abschnitt, als die Bären gemächlich aus dem Winterschlaf erwachten, etwas nach. Nach dem 2:0 waren in der SCL-Verteidigung zunehmend Lücken vorhanden, welche den SC Bern zu Chancen kommen liess. Alain Berger verpasste nach einem Alleingang zuerst noch, Ramon Untersander traf dann aber in Überzahl zum 1:2.

Langenthal wackelte nun ein bisschen, konnte aber hin und wieder offensive Akzente setzen. Eine unnötige weitere Strafe führte zum 2:2, das den SC Bern für den Beginn des letzten Abschnitts wieder ein bisschen entlastete. «Bevor das 1:2 fiel, haben wir vielleicht ein bisschen zu stark defensiv gespielt. Bern hat das effizient ausgenutzt», sagte Joel Fröhlicher nach der Partie. Gerade solche Phasen gäbe es in einem Spiel, meinte Goalie Marco Mathis: «Und ein SCB nutzt diese eben aus.»

Durch den Ausgleich stand der SC Bern nicht mehr zusätzlich unter Druck und der SC Langenthal agierte weniger beflügelt als noch im ersten Abschnitt. Flurin Randegger, der vor einigen Jahren noch beim SC Langenthal unter Vertrag stand, meinte nach der Partie, dass für Bern die Gefahr stets minim gewesen sei, aus dem Cup zu fliegen. «Wir hatten nie wirklich Angst, zu verlieren. Aber Langenthal hat uns gefordert und eine gute Leistung gezeigt.» Der SCB habe jedoch genug Selbstvertrauen, «um cool zu bleiben. Und das war in diesem Moment wichtig.»

Die Nerven behalten

Cool blieb insbesondere Chuck Kobasew, der in der 45. Minute nach einem Alleinlauf über die rechte Seite den Match mit dem 3:2 für den SCB entschied. Zwar wurde Andri Spiller noch ein Penalty zugesprochen, der junge SCL-Stürmer scheiterte aber in der 55. Minute an Marco Bührer. «In einigen Tagen werden wir trotz der knappen Niederlage stolz sein auf unsere Leistung», bilanzierte Keeper Marco Mathis, der zum Man of the Match gewählt wurde, «aber heute sind wir eher enttäuscht, dass wir die Sensation nicht geschafft haben.»

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