Eishockey

Langenthal kennt kein Erbarmen mit den Basel Sharks

Langenthals Aurelio Lemm jubelt gegen geschlagene Basler.

Langenthals Aurelio Lemm jubelt gegen geschlagene Basler.

Der SC Langenthal deklassiert in der NLB die Basler mit 9:0 und feiert seinen höchsten Saisonsieg. «Wir haben sicher nicht gegen ein Basel in Topform gewonnen», hielt Vierfach-Torschütze Stefan Tschannen fest.

Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Leader Olten gastierten die Basel Sharks mit neuem Selbstvertrauen in der Langenthaler Schorenhalle. Keck gingen die Gäste Spiel 2 unter Interims-Coach Daniel Baur an. Grundsätzlich positiv und durchaus dazu angetan, aus einem Tal von zuletzt vier Niederlagen in Folge rauszufinden.

Doch wie sagt der Volksmund: «Undank ist der Welten Lohn.» Langenthal auf jeden Fall hielt gar nichts davon, den Baslern als Psychotherapeut auf dem Weg Richtung Wiedergewinnung von Selbstwert zu dienen. Im Gegenteil – am Ende feierten die Gastgeber mit 9:0 ihren höchsten Saisonsieg. «Wir haben sicher nicht gegen ein Basel in Topform gewonnen», hielt Vierfach-Torschütze Stefan Tschannen fest.

Vierfach-Torschütze Tschannen vom SC Langenthal

Vierfach-Torschütze Tschannen vom SC Langenthal

SCL weder Krankenschwester...

Schon nach 59 Sekunden traf Tschannen zum 1:0. Von diesem frühen Rückstand liessen sich die Gäste freilich nicht aus dem Konzept bringen. Flott stürmten sie weiter Richtung Angriffsdrittel, vergassen dabei indes sträflich, dass sie zuletzt defensiv arg verwundet worden waren. Eine Verletzung, die nach einem beherzigenswerten Auftritt gegen Olten längst nicht verheilt sein kann.

Und als Krankenschwester zu operieren, und Basler Blessuren zu pflegen, das waren die Langenthaler auch nicht gewillt. Nein, der SCL streute förmlich mit dem Zweihänder Pfeffer in die offene Wunde des Gegners. Innerhalb von 57 Sekunden erhöhten Carbis und Müller auf 3:0. Beide hatten im Angriffsdrittel alle Zeit, sich den Puck zurecht zu «büschelen». «Wenn wir keinen super Match spielen», hielt Sharks-Goalie Leimbacher fest, «haben wir gegen ein taktisch und spielerisch so starkes Team wie Langenthal keine Chance.»

So flog Tschannen in der 12. Minuten am Flügel an allen Sharks vorbei und bezwang den später ausgewechselten Leimbacher zum 4:0. Der Basler Keeper heisst zwar mit Spitzname «Urbi», ist deswegen noch lange kein Urbi Leimpotter; sondern eben nur der Leimbacher. Hexen und zaubern kann der 31-Jährige auch nicht, wenn seine Vorderleute von Tempo, Lust und Moral des Gegners überrumpelt werden. «Wir müssen diesen Match so schnell wie möglich abhacken», so Leimbacher.

... noch Imageberater

Die einzige Chance der Basler lag ab der 12. Minute darin, dass Langenthal aus lauter Genügsamkeit und Überheblichkeit zu viele Gänge runterschalten und dann allenfalls auf ein Aufbäumen der Sharks nicht mehr hätten reagieren können. Doch auch den Gefallen, als Imagecoach zu agieren, tat der SCL seinem Rivalen nicht. Erst recht nicht, da sich dieser mit Strafen selbst um eine Optimierung des Resultats beraubte.

So schraubte der amtierende NLB-Meister das Skore sukzessive bis auf 9:0 hinauf. «Vielleicht ist es gut», bilanzierte Urban Leimbacher, «dass uns Langenthal all unsere Schwächen brutal aufgezeigt hat. Jetzt wissen wir, was wir ändern müssen.»

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