Eishockey
Langenthal holt Punkt in extremis

Dreimal liess sich der SC Langenthal mit einem frühen Gegentor überrumpeln. Dennoch konnte das Team die erste Null-Nummer der Saison kurz vor Spielende vermeiden. Das Heimspiel gegen HC La Chaux-de-Fonds geht nach Verlängerung 4:5 verloren.

Daniel Gerber
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Langenthals Campbell (r.) schiesst das 1:2 im Stile eines Hornussers.ryl

Langenthals Campbell (r.) schiesst das 1:2 im Stile eines Hornussers.ryl

Langenthal, ausgestattet mit der besten Abwehr der Liga, lieferte sich ein vorzügliches Duell von hohem Unterhaltungswert mit dem HC La Chaux-de-Fonds, der neben Olten das offensivstärkste Team der Liga ist. Mit einem Doppelschlag in der zweiten Minute erarbeitet sich das Team aus dem Neuenburger Jura einen Vorsprung, dem der SCL in packender Manier nachrannte.

Aufopfernd und mit viel Kampfgeist suchten die Oberaargauer den Ausgleich. Zweimal gelang der Anschluss, der von den Romands jeweils mit erneuten Gegentreffer beantwortet wurde; bei diesen gehörte Ex-SCL-Tigers-Stürmer Robin Leblanc zu den überragenden Spielern. Doch auch der 2:4-Rückstand raubte den Langenthalern den Schneid nicht – im Gegenteil: Stürmer Thomas Dommen gelang der erneute Anschluss.

Dommen meinte: «Wir müssen uns selbst an der Nase nehmen, wir haben zwei, drei dumme Gegentore kassiert.» In einem starken Schlussdrittel folgte schliesslich der Ausgleich.

Wie im ersten und im zweiten Drittel kassiert Langenthal aber auch in der Verlängerung ein rasches Gegentor. Somit kommt der EHC Olten nun wieder auf zwei Punkte heran. Dank dem späten Kelly-Tor blieb der SCL vor einer Null-Nummer auf eigenem Eis verschont. Bisher gewann das Team daheim immer mindestens einen Punkt.

Horak bleibt zwei weitere Jahre

Vor begeisterten Fans wurde Minuten vor Spielbeginn bekannt gegeben, dass Trainer Olivier Horak (48) seinen Vertrag mit dem SC Langenthal um zwei weitere Jahre, bis zum Ende der Saison 2015/16, verlängerte. Horak war zunächst fünf Jahre Ausbildungschef des SCL-Nachwuchs sowie zwei Jahre Assistent der ersten Mannschaft.

Nun folgt für den Leader der erneute Gang nach Martigny in die Westschweiz. Bereits vor fünf Spielen musste der SCL auswärts bei diesem Gegner ran, damals verlor das Berner Team mit 2:3 Toren.