Eishockey
Langenthal-Gegner Basel will seinen Playoff-Fluch endlich besiegen

Der SC Langenthal fand zuletzt mit sechs Siegen in Serie seine Playoff-Form. Im Viertelfinal treffen die Oberaargauer morgen (19:45 Uhr, KEB Schoren) auf die unbequemen Basel Sharks.

Daniel Gerber
Merken
Drucken
Teilen
SCL-Trainer Horak schwört seine Spieler auf Basel ein. bieri

SCL-Trainer Horak schwört seine Spieler auf Basel ein. bieri

Marcel Bieri

Seit dem 1. März 2008 warten die Basel Sharks auf einen Sieg in einem NLB-Playoff oder NLA-Playout-Spiel. Also seit 23 Matches oder seit 2183 Tagen. Die letzten fünf Playoff- und Playout-Serien endeten jeweils mit 0:4-Niederlagen. Die Misere begann nach dem 1:1-Ausgleich in der Playout-Halbfinal-Serie gegen Lugano. Basel verlor die folgenden drei Spiele. Im Playout-Finale setzte es ein 0:4 gegen Ambri-Piotta ab und in der Liga-Quali ein 0:4 gegen Biel. Damit nicht genug, nach den verpassten NLB-Playoffs verliessen die Baseler gegen Visp (09/10), Olten (10/11) und Langenthal (11/12) jeweils das Eis ohne als Verlierer.

Beim SC Langenthal freilich ist man dennoch gewarnt. Gegen Basel haben die Oberaargauer in dieser Saison in der Qualifikation nämlich ein negatives Punkteverhältnis, die Nordschweizer konnten sich in drei der fünf Duelle durchsetzen. Gemessen an den Hard-Facts zeigte sich der SCL als eines der konstantesten Teams der Liga. Seit dem dritten Spieltag der Qualifikation ist der SCL als einziges Team stets in der «Top 4» platziert gewesen. Doch auch Langenthal zeigte Formschwankungen, so haderten die Sturmreihen verschiedentlich mit der Chancenauswertung, zwischenzeitlich war das Powerplay zu wenig effizient und auch die dreckigen Tore fehlten. Und seit mehr als einem Jahr wartet das Team auf einen Shutout.

SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf erwähnt, dass man nie eine Niederlagenserie über sich ergehen liess. «Als wir daheim mehrmals nacheinander verloren haben, haben wir dafür auswärts gesiegt.» Langenthal war nie mehr als zweimal sieglos. «Es wäre noch mehr drin gelegen. Nach einer unglaublichen ersten Qualirunde konnten wir wieder rechtzeitig eine Serie lancieren», so Kämpf. Insgesamt sei die Qualifikation aber geglückt.

«Immer Reaktion gezeigt»

SCL-Trainer Olivier Horak hofft seinerseits auf einen guten Start. «Wenn man nicht bereit ist, verliert man.» Sollte es einmal nicht gleich lauf, darf man nicht die Nerven verlieren. «Immer spätestens nach dem zweiten schlechten Spiel folgte eine Reaktion», beruhigt Sportchef Reto Kläy.

Neuigkeiten gibt es noch von der Transferfront. Während Sharks-Stürmer Eric Arnold (21) zum SCL stösst (Einjahresvertrag), wechselt Patrick Meyer nach Basel. Goalie Mathis dagegen bleibt zwei weitere Jahre in Langenthal.