Eishockey
Langenthal bezwingt Visp dank Kelly-Show – er ist an allen Toren beteiligt

Ein alles überragender Brent Kelly führt den SC Langenthal zum 5:2-Sieg über Visp. Der Kanadier war an allen fünf Toren beteiligt, sein Team liegt deshalb in der Halbfinal-Serie mit 1:0-Siegen vorn.

Daniel Gerber
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Brent Kelly zog einen perfekten Abend ein.

Brent Kelly zog einen perfekten Abend ein.

KEYSTONE

Visp musste im Auftaktspiel auf den alles überstrahlenden Russen Alex Kovalev verzichten. Der Routinier mit weit über tausend NHL-Schlachten in den Beinen, fehlte verletzt, soll aber bald zurückkehren. Doch auch ohne ihn lagen die Walliser schon in der zweiten Minute voraus. Xavier Reber passte die Scheibe hinter dem Langenthaler Gehäuse in dessen Slot, von dort prallte er von einem SCL-Spieler ins eigene Tor.

Wie in den drei ersten Viertelfinalspielen kassierte das Berner Team einen frühen Rückstand. Doch wie in der Serie zuvor verstand es der SC Langenthal, zu reagieren. Noch im Startdrittel wendeten die beiden Kanadier Jeff Campbell und Brent Kelly kurz vor Drittelsende das Spiel innerhalb von fünfzig Sekunden.

Im Mitteldrittel baute der Visp-Kanadier James Desmarais immer wieder gefährliche Angriffe auf. Die Walliser strebten nach dem Ausgleich, doch Langenthal erhöhte im ausgeglichenen Duell im richtigen Augenblick: In einem Powerplay schoss Yves Müller von der blauen Linie, Visp-Goalie Schoder parierte zwar, doch die Scheibe prallte via eigenen Verteidiger ins Gehäuse – ein Billard-Tor, ähnlich wie der erste Treffer.

Langenthal kann stets reagieren

Visp, die Playoff-Mannschaft der letzten Jahre schlechthin, dachte aber nicht daran, aufzustecken. Doch auch als Niki Altorfer für die Gäste in Überzahl traf, vermochte die Mannschaft von Olivier Horak zu reagieren. Nach einer heftigen Druckphase erzielte Brent Kelly die 4:2-Führung und leitete später das 5:2 ins leere Tor ein.

«Manchmal gibt es solche Spiele, in denen alles für einen läuft», bilanzierte Brent Kelly. «Ich spielte nicht anders als sonst auch. Besonders wichtig aber war, dass wir das erste Spiel gewinnen konnten.» Bereits morgen Dienstag folgt das zweite Kräftemessen in diesem Halbfinal, diesmal im Wallis. Yves Müller: «Die Visper sind sehr heimstark. Es wird schwer, dort zu gewinnen. Aber wir versuchen, gleich nachzudoppeln.»