Petra Eggenschwiler

Langendörferin siegt am Hallwilerseelauf: «Der Triumph überrascht mich ziemlich»

Ausdauerspezialistin Petra Eggenschwiler gewann den 43. Hallwilerseelauf und freute sich zu Recht. «Cool, dieser Erfolg, er macht mich stolz», sagt die Langendörferin.

Mit den vielen schwarzen Punkten verteilt übers ganze Gesicht liess sich leben. Um tote Mücken handelte es sich, welche den Zusammenprall mit der schnellen Petra Eggenschwiler nicht überlebten. Liess sich gut leben, zumal das Anstrengende mit dem Halbmarathon um den grössten Aargauer See honoriert wurde mit dem Sieg. «Dieser Triumph überrascht mich ziemlich», sagte die 29-Jährige, «in der Regel ist dieses Rennen sehr stark besetzt.»

In diesem Jahr aber fehlten die Ostafrikanerinnen. Diese Konstellation vermochte die letztjährige Vierte optimal zu nutzen. Klar setzte sie sich durch. Im Ziel und nach den 21,1 km betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierte Céline Monnard (Chesseaux-Noréaz) 3:47 Minuten, gar 5:32 auf die Dritte Rahel Meili (Bern).

Wie stark sie lief zeigt aber insbesondere der Vergleich mit ihrer eigenen, letztjährigen Leistung: Mit ihren 1:19:37 Stunden blieb sie vier Sekunden unter ihrer letztjährigen Bestzeit – trotz schwieriger Bedingungen.

Realistische Einschätzung

Bestätigt sah Eggenschwiler ihre Vorliebe: «Ich mag’s warm, je wärmer, desto besser.» Und warm war es – spätsommerlich warm, für die meisten zu warm. Sie aber nutzte die Bedingungen. «Cool, dieser Erfolg, er macht mich stolz», sagte sie. Und entsprechenden Stellenwert räumt ihm die Berglauf- und Duathlon-Spezialistin ein.

Ganz an die Spitze ihrer persönlichen Wertungsskala schafft es das Resultat allerdings nicht: «Platz 3 am diesjährigen Jungfrau-Marathon wie auch der zweite Rang am Inferno-Triathlon hinter Nina Brenn sind für mich noch wichtiger.» Aber: «Wegen der Naturnähe und der abwechslungsreichen Strecke bleibt der Hallwilerseelauf mein liebster Halbmarathon.»

Und wie will sie die hervorragende Verfassung weiter nutzen? Ein konkretes Höhepunktziel nennt sie nicht. Im Gegensatz zu etlichen topklassierten Männern stellte für sie der Hallwilerseelauf nicht der letzte Leistungstest vor dem Lucerne Marathon vom übernächsten Wochenende dar, welcher als Schweizer Meisterschaft über die 42,195 km gilt. «Dazu bin ich zu wenig spezifisch vorbereitet», sagte sie am Sonntag und verwies auf ihren Muskelkater nach dem Hallwilerseelauf.

Viel wahrscheinlicher scheint die Teilnahme an der Gurten Classic im Duathlon. Dazu bringt die Geologin mit 80-Prozent-Anstellung die Basis mit, bewältigt sie doch ihren Arbeitsweg von Langendorf nach Zollikofen in der Regel mit dem Velo. Dass sie dazu jeweils um 4.30 Uhr aufsteht, nimmt sie gerne auf sich.

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