Landhockey
Coronafälle bei den Gegnern: Saisonstart der Oltner verzögert sich

«Wir werden wohl noch im November spielen müssen», sagt HCO-Medienchef René Buri, nachdem die ersten beiden Spiele der Männer abgesagt werden mussten. Geht es am Wochenende nun endlich los für die Oltner?

Raphael Wermelinger
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Die beiden Heimspiele gegen Stade Lausanne (5. September) und GC (19. September) mussten kurzfristig verschoben werden.

Die beiden Heimspiele gegen Stade Lausanne (5. September) und GC (19. September) mussten kurzfristig verschoben werden.

Bruno Kissling

Als einziges der insgesamt sieben Teams in der NLA konnte der HC Olten in der neuen Saison noch kein Meisterschaftsspiel austragen. Sowohl die Auftaktpartie am 5. September daheim gegen Stade Lausanne als auch das zweite Spiel gegen GC am letzten Sonntag musste verschoben werden. Der Verdacht liegt nahe, dass es Coronafälle gab beim HCO und sich deshalb der Saisonstart verzögert.

«Nein, bei uns nicht. Es war in beiden Fällen der Gegner, bei dem im Vorfeld der Partie gegen uns leider Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurden», gibt René Buri, der Medienchef des HC Olten, Entwarnung. Der Grossteil des Oltner Teams sei geimpft, fügt er hinzu.

Die Spieler sind parat

Am Wochenende vom 25. und 26. September steht für den HCO eigentlich die erste Doppelrunde an: Mit dem Gastspiel beim Titelverteidiger Rotweiss Wettingen am Samstag und einem weiteren Auswärtsmatch am Sonntag – dann heisst der Gegner Servette.

René Buri, Medienchef des HC Olten.

René Buri, Medienchef des HC Olten.

zvg

Buri hofft, dass die Kampagne 2021/22 mit einer dreiwöchigen Verspätung auch tatsächlich losgehen wird für die Oltner. Die Spieler sind bereit und sehnen dem ersten Ernstkampf der neuen Saison richtiggehend entgegen, sagt er und fügt hinzu:

«Für sie bedeuten die zwei Verschiebungen wohl, dass sie noch im November spielen müssen. Denn der Spielplan ist dicht gedrängt.»

Eigentlich ist das letzte Spiel im laufenden Kalenderjahr auf den 24. Oktober terminiert.

Wegen der Ausfälle wartet auch Oltens neuer Trainer Kike Suarez noch immer auf sein Debüt an der Seitenlinie. Mitte August hatte der HCO die Verpflichtung des Spaniers bekanntgegeben. Als «erfahren, sympathisch und hoch motiviert» stellten die Oltner den Mann aus Gran Canaria auf ihrer Website vor. Er habe den Klubverantwortlichen und den Spielern der ersten Mannschaft seine Hockey-Philosophie «in eindrücklicher und leidenschaftlicher Weise präsentiert». Suarez übernimmt das Team von Alex Wintenberger, der das Amt nach vielen Jahren abgegeben hat.

«Wir suchten schon lange nach einem geeigneten Nachfolger – einem Externen, der neue Impulse bringt», sagt René Buri. «Einen von noch weiter aussen hätten wir wohl nicht finden können», fügt er lachend hinzu. Suarez habe keinen Bezug zum Klub und war vor seinem Amtsantritt noch nie in der Schweiz. Doch genau aus diesen Gründen sei er der richtige Trainer für das Team.

«Er ist heissblütig und brennt für den Landhockeysport», sagt Buri. «Von den Spielern verlangt er in jedem Training sehr viel. Und das ist das, was sie brauchen. Die Mannschaft hat seit Jahren ein grosses Potenzial. Jetzt müssen die Spieler wieder mehr aus sich herauskommen.»

Suarez hat in seiner Heimat schon Klubs der höchsten Liga sowie die U18-Auswahl Spaniens trainiert. Nun soll er also beim letztjährigen NLA-Vierten für frischen Wind sorgen. Das Team wird am Samstag, wenn nicht erneut Corona dazwischenfunkt, nahezu unverändert in die neue Saison starten. Einziger Abgang ist Beni Berger, der seine Karriere beendet hat.

Mission Titelverteidigung hat begonnen

Im Gegensatz zu den Männern hat es bei den Frauen mit dem Saisonstart geklappt. Die Oltnerinnen setzten sich im ersten Spiel zu Hause souverän mit 5:1 gegen die Grasshoppers durch. Diana Hoxhaj traf doppelt, die weiteren Tore erzielten Lieselot Schoemaker, Janine Grütter und Nadine Pfister. Am Wochenende sind die Oltnerinnen spielfrei. Der nächste Einsatz ist am 3. Oktober auswärts in Luzern.

Die HCO-Frauen sind heuer die Gejagten. Im Juni schockten sie den Serienmeister Rotweiss Wettingen. Sie setzten sich im Final gegen die Aargauerinnen, welche die Qualifikation mit 15 Punkten Vorsprung auf den HCO beendet hatten, im Penaltyschiessen durch und sicherten sich dadurch überraschend den Schweizer-Meister-Titel.

«Ich denke, die Teams der NLA sind auf diese Saison hin noch enger zusammengerückt. Rotweiss ist nicht mehr die dominierende Mannschaft wie in den letzten Jahren»,

erwartet Buri eine spannende Saison. «Schön ist, dass mit Basel und GC zwei Klubs den Schritt in die NLA gewagt haben», freut er sich, «damit besteht die Liga jetzt immerhin wieder aus sechs Teams.»

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