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Längst nicht mehr nur ein Rentner-Sport: Nachwuchs-Golfer stehen erstmals im Migros Major Final

Die drei Nachwuchsgolfer Yannick Nardin, Salomo Lüthi und Kim Uldry, beobachtet von Teamcaptain Lars Hummel (links)

Die drei Nachwuchsgolfer Yannick Nardin, Salomo Lüthi und Kim Uldry, beobachtet von Teamcaptain Lars Hummel (links)

Die Nachwuchs-Golfer des Golfclubs Wylihof stehen erstmals im Final des Migros Junior Major: Es ist das Resultat der gezielten Nachwuchsförderung des Vereins – ein Besuch beim Solothurner Golfclub

Dem Golfsport lastet noch immer das Image an, ein teurer Sport für gut betuchte Damen und Herren älteren Semesters zu sein, die ihre Pension geniessen wollen. Doch das ist längst nicht mehr der Fall. Das Beispiel des Golfclubs Wylihof in Luterbach zeigt, dass auch im Golfsport ein Umdenken stattgefunden hat und viel in die Juniorenförderung investiert wird.

Insgesamt 100 Juniorinnen und Junioren im Alter von 5 bis 21 Jahren trainieren mindestens einmal pro Woche im Golfclub Wylihof. Die Jüngsten auf einem extra gebauten Mini-Golfplatz mit drei Löchern, wo mit Plastikschlägern und Schaumstoffbällen gespielt wird. Die Älteren spielen auf der normalen Anlage, die bei jedem Loch mit sogenannten «Junior-Tees» ausgestattet ist – also Abschlagspositionen für die Junioren, die sich näher am Loch befinden.

Das Juniorenteam überzeugt

«Wir haben punkto Juniorenförderung eine Vorreiterrolle eingenommen. Seit fast zehn Jahren investieren wir gezielt in den Nachwuchs und konnten die Anzahl der Juniorinnen und Junioren in dieser Zeit mehr als verdoppeln», sagt Lars Hummel, Junior-Captain des Golfclubs Wylihof. «Auch wenn wir noch immer rund 20 Jahre hinter dem Tennissport herhinken, der mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte, sind wir mittlerweile auf gutem Weg.»

Dass die gezielte Nachwuchsförderung im Golfclub Wylihof erste Früchte trägt, hat sich beim Migros Junior Major gezeigt. Bei diesem Teamwettbewerb für Junioren hat sich die Equipe des Golfclubs Wylihof für das Finale der besten sechs Teams der Schweiz qualifiziert – zum ersten Mal bei der fünften Teilnahme. «Unser Team hat wirklich gut gespielt, auch wenn wir natürlich das nötige Glück auf unserer Seite hatten», sagt Hummel, der die Equipe bei ihrem Halbfinalauftritt betreut hat.

Im Stechen gewonnen

Beim Migros Junior Major treten Nachwuchsteams verschiedener Golfclubs gegeneinander an. Ein Team besteht jeweils aus acht Spielern, wobei mindestens zwei davon Mädchen sein müssen. Das Alter variiert zwischen 11 und 21 Jahren. Entscheidend ist aber nicht das Alter, sondern die Stärkeklasse. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Stufen, in welche die Spieler je nach Handicap eingeteilt werden.

«Dank diesem Modus können Hobbyspieler, die vielleicht einmal pro Woche trainieren, im selben Team antreten wie Mitglieder des Nachwuchskaders, die fünf- oder sechsmal pro Woche spielen. Das ist eine tolle Sache», findet Hummel.

Salomo Lüthi ist einer der Nachwuchsspieler im Team des Golfclubs Wylihof. Der 13-Jährige aus Subingen hat im Halbfinal das entscheidende Stechen für sein Team gewinnen können. «Ich war schon sehr angespannt, denn ich wollte unbedingt gewinnen. Dass es so geklappt hat, macht den Erfolg noch etwas spezieller», sagt Salomo Lüthi, der vor zwei Jahren über einen Ferienpass-Kurs auf den Golfsport aufmerksam geworden ist und seither regelmässig spielt.

Der Sieg liegt drin

Ebenfalls zum Team gehört die 13-jährige Kim Uldry. Im Gegensatz zu Salomo Lüthi steht sie bereits seit ihrem siebten Altersjahr auf dem Golfplatz. «Mein Vater hat Golf gespielt und hat mich jeweils mitgenommen. Er hat mitgeholfen, die Golfanlage für die Kleinsten aufzubauen, und dort habe ich dann angefangen zu trainieren», erzählt Kim Uldry.

Einer der Ältesten im Team ist der Horriwiler Yannick Nardin (18), der seit fünf Jahren im Golfclub Wylihof trainiert. «Mich hat der Ehrgeiz sofort gepackt. Ich will mich immer verbessern», sagt Nardin. Gefragt nach den Chancen beim Migros Junior Major Final, der am 26. August im Golfclub Limpachtal stattfindet, gibt sich Nardin zuversichtlich. «Ich glaube, dass der Sieg drinliegt. Dank der guten Juniorenförderung in unserem Club haben wir ein starkes Team mit vielen guten Spielern.»

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