Noch haben sie ihn inne, den dritten Platz. Punktgleich mit dem TV Möhlin grüsst der TV Solothurn nach wie vor vom Podest, dank der besseren Tordifferenz. Und die lange NLB-Saison neigt sich dem Ende zu, nur noch zwei Spiele bleiben. Der vorletzte Gast in der heimischen CIS-Halle ist dieses Wochenende die SG Yellow/Pfadi Espoirs.

Die Zürcher spielten die ganze Saison im Mittelfeld und befinden sich momentan auf dem zehnten Rang. Dank sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze müssen sich die Espoirs keine Sorgen mehr machen. Doch auch wenn es um nichts mehr geht, werden sich die Talente von Pfadi Winterthur sicherlich noch einmal ins Zeug legen und sie können befreit aufspielen.

Mühe gegen junge Teams

Der Druck liegt also beim TV Solothurn, das im Fernduell gegen den TV Möhlin um den dritten Platz kämpft. Die Ausgangslage ist aber sicherlich nicht schlecht. Denn Möhlin muss in der vorletzten Runde gegen den wesentlich stärkeren Gegner antreten. Die Fricktaler empfangen zuhause den Ligakrösus RTV Basel, der trotz feststehendem ersten Rang sicherlich Gas geben wird. Zu hoch ist sonst die Gefahr, die Spannung und Form zu verlieren, just vor den Aufstiegsspielen.

Zurücklehnen kann sich der TV Solothurn deswegen aber keineswegs. Gerade gegen jüngere Mannschaften bekunden die Aarestädter des Öfteren Mühe. So ging das Hinspiel gegen die Pfadi Espoirs auswärts mit 27:29 verloren. Auch gegen die Kadetten Espoirs setzte es in der Hinrunde eine Niederlage ab.

Zuletzt zeigte auch das junge Team des TV Steffisburg den Solothurnern ihre Grenzen auf. Alles deutet also darauf hin, dass es am Samstag kein Schaulaufen des TVS geben wird. Auch die Punkte am Ende der Saison, wenn es für die meisten Mannschaften um nichts mehr geht, müssen hart erarbeitet werden.

Schicksal in den eigenen Händen

Rein theoretisch könnte der TV Solothurn in den letzten beiden Saisonspielen noch auf den fünften Platz abrutschen. Dies wenn sowohl Möhlin wie auch die Kadetten Espoirs ihre zwei Spiele noch gewinnen und Solothurn zweimal verliert. Insgesamt würde es die herausragende Leistung in dieser Saison kaum schmälern.

Dennoch wäre es im Palmares eine ärgerliche Ansicht. Nach einer starken Saison mit vielen Höhepunkten wäre es der Mannschaft auf jeden Fall zu gönnen, wenn sie die Spielzeit mit einem oder sogar zwei Erfolgserlebnissen abschliessen könnte. Die Statistik auf jeden Fall spricht für den TVS: Noch nie in dieser Saison hat das Team von Marco Kurth mehr als zwei Spiele in Serie verloren. Und die Ambassadoren haben die beste Ausgangslage, nun gilt es nur noch, diese auch zu nutzen.