Unihockey
Krise beim SV Wiler-Ersigen spitzt sich zu

Der SV Wiler-Ersigen kommt seit dem Restart nicht vom Fleck. Die 2:3-Niederlage am Mittwochabend gegen Köniz war bereits die dritte Pleite im vierten Spiel seit Wiederaufnahme der Meisterschaft. Damit ist auch die komfortable Tabellenführung futsch, die sich der SVWE noch im Herbst mit fünf Siegen aus fünf Spielen erkämpft hat.

Nicolas Blust
Drucken
Teilen
Seit Wiederaufnahme der Meisterschaft hat der SV Wiler-Ersigen bereits dreimal verloren und damit auch die Tabellenführung verspielt.

Seit Wiederaufnahme der Meisterschaft hat der SV Wiler-Ersigen bereits dreimal verloren und damit auch die Tabellenführung verspielt.

Solothurner Zeitung

Es ist eine ungewohnte Situation, in der sich der SV Wiler-Ersigen momentan befindet. Nach neun Spielen in der Meisterschaft befindet man sich lediglich auf Rang drei und die Qualifikation für die Masterround wackelt. Zu wenig für die hohen Ansprüche, die sich der Verein selber stellt.

Da war die Welt noch in Ordnung: Bild von der 2. Runde der NLA zwischen Wiler-Ersigen und AD Astra im September. Da war die Welt noch in Ordnung: Bild von der 2. Runde der NLA zwischen Wiler-Ersigen und AD Astra im September.

Da war die Welt noch in Ordnung: Bild von der 2. Runde der NLA zwischen Wiler-Ersigen und AD Astra im September. Da war die Welt noch in Ordnung: Bild von der 2. Runde der NLA zwischen Wiler-Ersigen und AD Astra im September.

Nadia Schaerli

SVWE-Captain Tatu Väänänen sieht darin aber noch keinen Grund zur Sorge. Es gibt immer mal wieder eine Phase, in der es nicht so gut läuft. «Wir können daraus stärker werden», sagt der 37-jährige Routinier. Schliesslich zählt erst am Ende, wer ganz oben steht. Er vertraut weiterhin auf den Prozess und in die eigene Stärke. Trotzdem dürfte auch er, der seit 2013 im Verein ist, nur selten eine solche Resultatkrise erlebt haben.

In jeder Saison hat man eine schwierige Situation. Wir können daraus aber stärker werden.

(Quelle: Tatu Väänänen, Captain Wiler-Ersigen)

Zu wenig Durchschlagskraft in der Offensive

Den Hauptgrund für die momentane Durststrecke sieht der Finne vor allem in der harmlosen Offensive. Nur selten gelingt es ihm und seinen Teamkollegen, zu gefährlichen Abschlüssen zu gelangen: «Momentan haben alle drei Linien Mühe, Tore zu erzielen.» Auch Torhüter Yanick Flury verortet das Hauptproblem in der Offensive: «Wir müssen offensiv kreativer werden und uns bessere Chancen herausspielen.» Dann werden auch die Resultate wieder positiv ausfallen. Nun müsse man nach vorne schauen und die Eigenfehler abstellen.

Führungsspieler müssen Verantwortung tragen

Tatu Väänänen nimmt dabei vor allem die erfahrenen Spieler in die Pflicht: «Die Führungsspieler müssen mehr vorzeigen.» Sie müssen die junge Mannschaft in dieser schwierigen Situation mit ihrer Erfahrung durch die Krise führen. Er will dabei vorne weg gehen. «Ich versuche, die jungen Spieler im Training zu pushen.»

SVWE-Captain Tatu Väänänen nimmt die Führungsspieler in die Pflicht. Sie müssen in der schwierigen Phase vorangehen. SVWE-Captain Tatu Väänänen nimmt die Führungsspieler in die Pflicht. Sie müssen in der schwierigen Phase vorangehen.

SVWE-Captain Tatu Väänänen nimmt die Führungsspieler in die Pflicht. Sie müssen in der schwierigen Phase vorangehen. SVWE-Captain Tatu Väänänen nimmt die Führungsspieler in die Pflicht. Sie müssen in der schwierigen Phase vorangehen.

Hans Peter Schläfli

Erschwerend kommt momentan hinzu, dass immer wieder Spieler in die Quarantäne mussten. Das dürfe aber keine Ausrede für die aktuelle Durststrecke sein. Schliesslich kämpfen alle Vereine mit denselben Problemen: «Wir spielen mit den Spielern, die wir zur Verfügung haben.»

Auch Yanick Flury sieht darin nicht das Problem: «Wir haben ein sehr gutes Kader. Nun müssen wir einfach versuchen, das Potential auszuschöpfen. Ich glaube, dass wir mit diesem Team sehr viel erreichen können.»

Es gibt kein Musterrezept, um aus so einer schwierigen Phase herauszukommen. Deswegen gilt es, die einfachen Dinge wieder richtig zu machen. Das fängt im Training an: «Im Training muss die Qualität stimmen. Wir müssen die positiven Punkte aus den Spielen mitnehmen und darauf aufbauen», sagt Väänänen. Dann kommen auch die positiven Resultate wieder. Flury pflichtet seinem Captain bei: «Wir müssen positiv bleiben. Nur so kommen wir wieder aus dieser schwierigen Lage heraus.» Viel habe schliesslich nicht gefehlt in den Duellen mit den beiden Topteams GC und Köniz. Beide Spiele gingen knapp mit 2:3 verloren.

Trotzdem gingen die Niederlagen nicht spurlos am Team vorbei. «Man merkt schon, dass es auf das Gemüt drückt», sagt Flury. Er ergänzt aber auch: «Wir wissen, dass wir eigentlich gut unterwegs sind und nicht viel fehlt, um den Platz künftig wieder als Sieger zu verlassen.» Die erste Chance dazu erhalten Väänänen, Flury und Co. bereits am Sonntag, wenn das Heimspiel gegen den Tabellenzehnten UHC Uster ansteht.

Aktuelle Nachrichten