Fussball 1. Liga
Krasser Fehlstart: Der FC Solothurn verliert gegen die Black Stars aus Basel mit 0:3

Nach der enttäuschenden 0:2-Heimniederlage im ersten Spiel der Rückrunde gegen den SC Buochs gastierten die Solothurner bei den Black Stars in Basel. Der FC Solothurn verlor das zweite Spiel der Rückrunde mit 0:3.

Pius Rüegger
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Nach dem herben Rückschlag gegen Bouchs muss der FC Solothurn heute punkten.

Nach dem herben Rückschlag gegen Bouchs muss der FC Solothurn heute punkten.

Hans Peter Schläfli

Im neuen Jahr bleiben die Solothurner nach den beiden ersten Runden weiterhin ohne Torerfolg und ohne Punktzuwachs. „Dies ist ein Fehlstart“, sagte ein nachdenklicher FCS-Trainer Hans-Peter „Bidu“ Zaugg. Er sieht in den Partien gegen Buochs und nun bei Black Stars Parallelen: „Heute war es ein Spiegelbild vom letzten Match. Komischerweise waren wir in der ersten Halbzeit wieder die bessere Mannschaft und müssten wieder führen, die Black Stars hatten keine Torszenen, wir aber drei, vier Möglichkeiten“.

Nach einem druckvollen Blitzstart als Reaktion auf die Buochs-Pleite hätte es bereits in der vierten Minute klingeln müssen, doch Kohler traf nur den Aussenpfosten. In der 14. Minute verpassten Freund und Feind die Hereingabe von links von Anderegg. In der 30. Minute kam Bisevac mit dem Kopf nach Vorarbeit von Schrittwieser und Kohler über die rechte Seite nicht an den Ball. Die Laufbereitschaft war da, die Spieler bewegten sich agil und konzentriert.

Die klaren Feldvorteile waren nach dem Seitenwechsel wie weg geblasen. „Nach der Pause sind wir nicht mehr ins Spiel gekommen und mit Eigenfehlern bauten wir den Gegner auf, denn dieser wurde nicht besser, sondern profitierte von unseren Fehlern in unserer Hälfte“, gab Zaugg zu Protokoll. Dies führte zu den beiden entscheidenden Penaltyszenen in Minutenfrist. Zuerst schoss Kalayci Koch an den rechten Unterarm (66.), dann konnte Jeffrey Grosjean die omnipräsente Nr. 10 der Basler nur regelwidrig am Durchlaufen hindern (67.). Rodriguez und Muslija liessen sich nicht zweimal bitten: 2:0! „Man kann beide Penalties geben, muss sie aber nicht“, kommentierte Zaugg trocken.

Harmlose Offensivabteilung

Die Gastgeber liessen nicht nach und setzen weiter auf die offensive Karte. In der Nachspielzeit belohnten sie sich noch mit einem dritten Treffer Sekunden vor dem Schlusspfiff (93.). Setti schloss flach nach rechts ab. „Wir waren zu wenig clever, spielten nach der Umstellung auf drei Verteidiger zu wenig breit und nach vorne nicht zwingend“, räumte der Solothurner Teamchef ein. Dieser erneute Schock sass zu tief. Kein Spieler konnte seine Mitspieler aufrütteln.

Es ging kein Ruck durch die Mannschaft. „Wir haben in der zweiten Halbzeit grundlos abgebaut, die letzte Halbstunde war gar nicht gut“, blieb Zaugg ratlos. Wie vor Wochenfrist brachten auch am Rheinknie die Einwechslungen keine Impulse. Die Offensivabteilung blieb harmlos. Die Platzherren traten wohl hart in den Zweikämpfen, aber dezidiert und mit viel Selbstvertrauen auf und erstickten dadurch ein Aufkommen das Gastes im Keime.

Telegramm

Black Stars Basel - Solothurn 3:0 (0:0)

Buschweilerhof. – 175 Zu­schauer. – SR: Esther Staubli. – Tore: 66. Rodriguez 1:0 (Handspenalty), 67. Muslija 2:0 (Foulpenalty), 93. Setti 3:0.

Black Stars Basel: Oberle; Kovacevic, Farinha, Micic, Friedli; Uruejoma, Muslija; Hengel (68. Alic), Kalayci, Mumenthaler (79. Meslem); Rodriguez (74. Setti).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Anderegg (69. Chatton); Koch, Nastoski (76. Fleury); Schrittwieser, Stauffer, Hunziker; Bisevac (46. Dembélé).

Bemerkungen: Black Stars Basel ohne Kassem (gesperrt), Ozan, Spahr, Fazio (alle verletzt), Chételat und Erovic (beide abwesend). So­lo­thurn ohne Veronica (verletzt), Disler, Kopp und Russo (alle Junioren). – 4. Kohler Pfostenschuss. – Ver­war­nun­gen: 24. Kovacevic, 34. Koch (beide Foul), 41. Nastoski (Reklamieren), 47. Uruejoma (Foul), 56. Rodriguez (Unsportlichkeit „Schwalbe“), 66. Hasanovic (Reklamieren), 67. Jeffrey Grosjean und 92. Dembélé (beide Foul). – Eck­bälle 5:4 (0:2).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker von Pius Rüegger:

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