Unterschiedlicher hätten die Voraussetzungen für Koppigen und die Huttwil Falcons in Burgdorf zum Vorrundenabschluss der 2.-Liga-Eishockeymeisterschaft nicht sein können. Da die Emmentaler, die ihren Platz im Mittelfeld behalten wollen; dort die sieglosen Oberaargauer, die sich nach dem Dienstag-Heimspiel gegen Wettingen-Baden (1:7) kurzfristig vor die Tatsache gestellt sahen, einen Interims-Headcoach zu finden. «Stillos, ohne ein Wort und ohne Rücksprache verlies uns Toni Neuenschwander durch die Hintertür», sagte Teamchef Bernhard Grunder.

Remund springt interimistisch ein

Für das Donnerstag-Training und das Samstag-Spiel sprang Jakob Remund ein. «Wie es weiter geht, wissen wir nicht; es finden Gespräche statt, definitiv ist nichts», fährt Grunder fort. Er bedauert diesen unerklärlichen Abgang, der von Neuenschwander ausging und von ihm schriftlich bestätigt wurde. «Schade, dass dies vor diesem wichtigen Spiel passierte; denn langsam wird es für uns heikel, um noch in die Playoffs zu kommen», so der Teamchef.

Moral ist intakt

Einen Zusammenhang zur zweiten 1:7-Niederlage innert fünf Tagen stellt Grunder keinen her. «Wir sind nicht fähig, drei Drittel durchzuziehen. Diesmal ging das Mitteldrittel in die Hosen; denn nach dem Anschlusstreffer hatten wir die Chance», analysierte der Huttwiler.

Die Umstände sprechen nicht für die Oberaargauer. Nach dem Abgang von vier Teamstützen ist das Kader mit 14 Feldspielern und zwei Torhütern äusserst knapp. Zudem kann nur einmal wöchentlich am Donnerstag ab 22.20 Uhr während 70 Minuten auf Eis trainiert werden. «Die Moral ist nach wie vor gut, keiner lässt den Kopf hängen», bleibt Grunder zuversichtlich.

Playoff-Chancen sind intakt

«Wir hatten die Partie unter Kontrolle, auch wenn das Spiel im Mitteldrittel, bei unseren vielen Strafen, hätte kippen können», fasste Koppigens Headcoach Daniel Blaser zusammen. Beim Huttwiler Ehrentreffer waren vier Strafen gegen Isch und Flückiger sowie Scheurer und Torhüter Ernst hängig und nur eine gegen Huttwils Kaspar Gfeller. «Im Mitteldrittel waren wir sehr effizient, obwohl das Schlussresultat zu krass ausfiel;, denn das Spiel verlief viel ausgeglichener», stellte Blaser fest.

Das Minimalziel der Koppiger auf einen Playoff-Platz bleibt bestehen, obwohl sie drei Punkte auf den Fahrplan zurückliegen. Blaser spricht die beiden Eintore-Niederlagen gegen Wettingen-Baden (3:4) und Wohlen-Freiamt (2:3) an. «Als Mannschaft stehen wir im Mittelfeld unter unserem Wert da. Aber alle liegen sehr eng beieinander», blickt der Koppiger Coach nach vorne.