Eishockey

Kommt es morgen gegen die Sharks zur Premiere?

Olten will morgen den ersten Auswärtssieg feiern.

Olten will morgen den ersten Auswärtssieg feiern.

Noch immer wartet der EHC Olten auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Im morgigen Spiel gegen die Basler Sharks will man das ändern. EHCO-Stürmer Marco Truttmann ist von seiner Mannschaft überzeugt und glaubt fest an einen Sieg.

Die Basler Sharks haben in dieser Meisterschaft noch nicht viel Biss an den Tag gelegt. In fünf Partien erzielten die Haie aus der Rheinstadt eine Ausbeute von lediglich drei Punkten. Zuletzt gingen sie gegen Ajoie, Langenthal und Thurgau dreimal in Folge klar unter und kassierten dabei nicht weniger als 15 Tore. Wenig überraschend ziert das Team von Ex-Olten-Coach Dino Stecher denn auch aktuell das Tabellenende der National League B.

Sind die Basler Sharks aus diesen Gründen nun der Gegner, gegen den der EHC Olten heute Abend (17 Uhr, St.-Jakob-Halle) seinen ersten Auswärtssieg dieser Meisterschaft landen kann? «Hoffen wirs», sagt EHCO-Stürmer Marco Truttmann. «Allerdings ist die Saison noch jung. Dass Basel am Tabellenende steht, bedeutet nicht, dass sie nicht gut sind.» Die Nummer 94 mahnt denn auch, dass er und seine Kollegen die Basler auf keinen Fall unterschätzen dürfen. «Wir liegen ja schliesslich auch nur auf dem siebten Rang», sagt Truttmann schmunzelnd.

Zu geringe Torausbeute

Tatsächlich ist der siebte Tabellenrang nicht das, was man sich vom EHC Olten erhoffen darf. Warum die Oltner noch nicht richtig in die Gänge gekommen sind, versucht Truttmann wie folgt zu erklären: «In der Defensive funktionieren die Abstimmungen teilweise noch nicht richtig, deshalb verlieren wir zu einfach den Mann. Das bietet dem Gegner Raum.» Nicht nur in der Verteidigungsarbeit, sondern auch in der Offensive des EHCO sieht der Schwyzer noch Potenzial. «Wir müssen einfach mehr Tore schiessen.» Gerade am vergangenen Dienstagabend beim 5:4-Overtime-Sieg gegen den HC Thurgau war es haarsträubend, wie viele ausgezeichnete Torchancen die Powermäuse ausliessen. Knapp 60 Schüsse brachten die Oltner aufs HCT-Tor – nur fünf davon fanden den Weg an Thurgau-Keeper Pascal Caminada vorbei. «Vielleicht liegt es daran, dass wir in der gegnerischen Zone zu wenig bissig sind», sagt der letztjährige NLB-Topskorer Marco Truttmann.

Die Torchancen sind zumindest da

«In Olten ist zudem die Beschaffenheit des Eises momentan sehr speziell. Die Scheibe läuft deshalb nicht richtig», ergänzt Truttmann zur EHCO-Torausbeute. Aber schelmisch fügt er an: «Die Torchancen sind zumindest da. Schlimm wärs, wenn wir uns gar keine gefährlichen Möglichkeiten erarbeiten würden.»

Viele der Torchancen gingen am Dienstag auf das Konto der neu formierten Linie mit Schwarzenbach, Hirt und Wiebe. «Manchmal muss ein Trainer etwas ändern, wenn sich der Erfolg nicht einstellt. Damit versucht er, der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben», so Truttmann zur fast komplett neuen Aufstellung.

Wie Lausanne vor einem Jahr

Der 28-jährige Stürmer versichert, dass die Stimmung in den Reihen des EHC Olten – trotz des siebten Tabellenrangs – derzeit positiv ist. «Wir haben erst fünf Spiele absolviert, es kann noch sehr viel passieren. Wir sind zuversichtlich, dass es gut kommt.» Marco Truttmann ruft zudem keck in Erinnerung, wie der HC Lausanne vor einem Jahr in die NLB-Saison gestartet ist. «Am Anfang lagen sie lange in der unteren Tabellenhälfte. Am Ende aber sind sie NLB-Meister geworden und haben den Aufstieg in die NLA geschafft.» Olten könnte als heute damit beginnen, das Feld von hinten aufzurollen.

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