Vor rund zwanzig Jahren stand die Region Olten schon einmal im Fokus der nationalen und internationalen Tenniswelt. Höhepunkt war die Daviscup-Partie zwischen der Schweiz und Marokko von 1996, welche von Markus Emch und Peter Gubler in der Stadthalle Olten organisiert wurde. Jakob Hlasek und Marc Rosset, die wenige Monate zuvor im Daviscup-Final gegen die US-Stars Pete Sampras, John McEnroe und Jim Courier in Fort Worth/Texas knapp gescheitert waren, boten dem Publikum ein Spektakel erster Güte und schickten die Marokkaner mit 5:0 nach Hause.

Zwei Jahre davor fand im Tenniscenter Kappel unter der Leitung von OK-Präsident Viktor Ritter das letzte Masters des Winter-Satellite-Circuit statt. Schon in den Jahren zuvor gingen in Kappel Satellite-Turniere über die Bühne. Wie beim bevorstehenden ITF Future-Turnier in Trimbach handelte es sich damals um die unterste Stufe von Profiturnieren, bei welchem ATP-Punkte zu gewinnen waren.

Marian Vajda und Severin Lüthi waren am Start

Ein Blick auf die Teilnehmerliste von damals macht so richtig Lust auf den bevorste-henden Event in Trimbach. So kämpften auf den Plätzen im Center Kappel unter anderen Marian Vajda (heute Coach von Novak Djokovic und lange Daviscup-Spieler für die Slowakei) und Severin Lüthi (Coach von Roger Federer) um den Gesamtsieg.

Auf Schweizer Seite drückte man auch den damals aufstrebenden Hoffnungsträgern Lorenzo Manta und George Bastl die Daumen. Beide schafften es wenige Jahre später ins Schweizer Daviscup-Team: Manta war einige Zeit Doppelpartner von Roger Federer, und George Bastl gelang später das Kunststück, Pete Sampras in Wimbledon zu schlagen.

Zwei junge Einheimische dabei

Ähnlich stark wird das Teilnehmerfeld im März in der Trimbacher Tennishalle erwartet. Spieler ab etwa ATP-Rang 250 aus ganz Europa geben sich das Stelldichein, wobei auch die erweiterte Schweizer Elite von der Turniermöglichkeit in Trimbach profitieren will. Vom 22. bis 24. März findet das Qualifikationsturnier (48er-Feld) statt, darauf kämpfen die Besten in einem 32er-Tableau um den Sieg; das Finale findet am Samstag, 29. März, statt. Ebenfalls ausgetragen wird eine Doppel-Konkurrenz (16er-Feld).

Wer im Frühling in Trimbach auflaufen wird, entscheidet sich erst Anfang März. Sicher ist aber, dass Trimbach als Organisator zwei Wildcards erhält. Diese werden aller Voraussicht nach an die besten Nachwuchskräften des TC Froburg vergeben. Damit sind im internationalen Feld also auch zwei Regionale dabei.

15‘000 Dollars zu gewinnen

«Für den Sprung von den Amateuren zu den Profis sind solche Turniere extrem wichtig», weiss René Wüthrich, der bereits vor zwanzig Jahren im Kappeler-OK mit-wirkte und jetzt wieder in Trimbach mithilft. «Die jungen Spieler brauchen ATP-Punkte, damit sie sich für die nächsthöhere Turnierstufe qualifizieren oder gar bei einem Qualifikationsturner eines Grand-Slams auflaufen können.»

Kommt dazu, dass es auch Geld zu verdienen gibt - immerhin total 15‘000 Dollars. «Allerdings ist das fast nur ein Tropfen auf den heissten Stein», so Wüthrich. «Die Reisen durch ganz Europa oder um die halbe Welt verschlingen ein Vermögen.»

ITF kontrolliert alles

Genau aus diesem Grund ist es für Swiss Tennis, dem offiziellen Veranstalter des Trimbacher-Turniers, wichtig, solche Turniere für die nachdrängenden Talente in unserem Land organisieren zu können. Im Organisationskomitee nimmt denn auch-Matthias Renfer von Swiss Tennis Einsitz. Swiss Tennis und die Trimbacher Organisatoren müssen sich aber genau nach den Richtlinien der ITF (International Tennis Federation) ausrichten. Dies wird vor Ort von einem ITF-Vertreter kontrolliert.

OK-Präsident in Trimbach ist Marc Thommen. Ihm zur Seite stehen für den Spielbe-trieb die erfahrenen René Wüthrich, Walter Affolter und Walter Hug. Weiter zum OK gehören Peter Gubler, Marco Meyer, Markus Emch und Thomas Müller. (mgt)