FC Grenchen
Knatsch beim FC Grenchen - kommt es zum Comeback von Urs Erb?

Beim FC Grenchen überschlagen sich die Ereignisse. Mit Finanzchef Gilbert Uebelhardt und Marketingchefin Dominique Schadebach haben zwei Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt erklärt.

Daniel Weissenbrunner
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Urs Erb hat vor seinem Rücktritt rund 1 Million in den FC Grenchen investiert.

Urs Erb hat vor seinem Rücktritt rund 1 Million in den FC Grenchen investiert.

Die Nachricht schlug gestern ein wie eine Bombe. Nach unruhigen Zeiten und der Gesamterneuerung des Vorstands, hatte sich der FC Grenchen in den letzten Monaten gefestigt und sportlich wieder Tritt gefasst. Die Mannschaft spielte in der 1. Liga Classic gross auf und befindet sich auf Aufstiegskurs..

Der Schein trügte offensichtlich. Hinter den Kulissen hing der Haussegen schief. Der Vorstand war sich offensichtlich über die zukünftige Strategie uneinig. Klubpräsident Rolf Bieri will nicht ins Detail gehen, aber die Vermutung liegt nahe, dass im Fall von Uebelhardts Demission die finanzielle Ausrichtung im Verein zum Bruch führte. «Wir haben Stillschweigen vereinbart», sagt Bieri. Die Stossrichtung des Unternehmers ist aber klar. Er will in den FC Grenchen investieren und den Klub weiter voranbringen. Wie er das umzusetzen gedenkt, darüber schweigt sich Bieri aus.

Dem Verein fehlt nach wie vor ein Hauptsponsor, der eine finanzielle Stabilität garantiert. «Wir sind nach wie vor auf der Suche», gibt Rolf Bieri zu. Recherchen dieser Zeitung haben ergeben, dass Gespräche mit Urs Erb geplant sind. Ausgerechnet Erb, dem langjährigen Mäzen des FC Grenchen, der Ende letzten Jahres dem Verein den Rücken zugekehrt hatte. «Ich würde Herrn Erb sofort ins Boot holen», gibt Bieri zu.

Der Rücktritt von Dominque Schadenbach kam für den Präsidenten aus heiterem Himmel. Er hatte ihn über das Radio erfahren. «Für kommenden Montag war ein Treffen vereinbart, um das weitere Vorgehen zu besprechen.» Ob das Gespräch noch stattfindet, ist momentan offen.

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