Fussball 2. Liga
Knall beim FC Grenchen: Trainer Hasler und Sportchef Reinhart per sofort weg

Der schlechte Start in die Rückrunde hat Folgen: Roland Hasler ist ab sofort nicht mehr Trainer bei den Uhrenstädtern. Zudem trennte sich der Zweitligist von Sportchef Thomas Reinhart. Der ehemalige Iliria-Coach Perparim Redzepi und Max Rüetschli als Sportchef übernehmen bis Saisonende.

Raphael Wermelinger
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Nur knapp ein Dreivierteljahr war Roland Hasler Trainer beim FC Grenchen.

Nur knapp ein Dreivierteljahr war Roland Hasler Trainer beim FC Grenchen.

hanspeter baertschi

Bis zum Saisonende übernehmen Perparim Redzepi und Jashar Ajdini die erste Mannschaft des FC Grenchen. Der neue Sportchef wird Max Rüetschli, der Vater von Präsident Michael Rüetschli.

«Es ist unglaublich. Ich kann es nicht nachvollziehen», äusserte sich der geschasste Trainer gestern zum Entscheid der Vereinsleitung. Und Hasler weiter: «Ich war sehr überrascht, obwohl ich es irgendwie geahnt hatte.» Der 58-Jährige hatte die erste Mannschaft des FC Grenchen im Sommer übernommen, nachdem diese innert zwei Saisons von der 1. Liga via 2. Liga inter in die Solothurner 2. Liga abgestiegen war.

Hasler hatte damals Silvan Rudolf als Trainer abgelöst. Davor hatte Hasler drei Jahre den FC Langenthal gecoacht, zwischen 2004 und 2013 war er Trainer beim FC Solothurn. Mit einer Bilanz von sieben Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen führte Hasler die Grenchner in der Vorrunde in der 2. Liga auf den zweiten Platz.

Die Baisse begann im laufenden Kalenderjahr. Zuerst scheiterte Grenchen im Cup-Viertelfinal, dann misslang dem Team mit der 2:3-Heimniederlage gegen Trimbach auch der Rückrundenauftakt in die Meisterschaft. Es folgten ein Unentschieden gegen Bellach, ein 4:0-Heimsieg gegen Niederbipp und die verhängnisvolle 0:2-Niederlage beim Tabellenführer Biberist. Grenchen fiel auf den vierten Platz zurück, der Rückstand auf den Spitzenplatz beträgt acht Punkte. Somit wird es nichts mit dem direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga inter für den FC Grenchen.

«Am Samstagabend nach dem Spiel in Biberist bekam ich eine SMS, dass der Vorstand am Donnerstag über meine Zukunft entscheiden wird», bedauert Hasler. «Die Gründe sind für mich nicht nachvollziehbar.» Konkreter wollte er sich dazu nicht äussern. Nur so viel: «Wir waren auf einem guten Weg, das Klima in der Mannschaft hat gestimmt. Das beweisen auch die vielen Reaktionen der Spieler, die ich nach der Entlassung erhielt. Das war sensationell.» Der Vorstand des FC Grenchen war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Im heutigen Auswärtsspiel beim FC Mümliswil wird bereits Nachfolger Perparim Redzepi an der Seitenlinie des FC Grenchen stehen. Redzepi war bis im Winter noch Trainer beim FC Iliria, den er von der 3. Liga in die 2. Liga inter geführt hatte.

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