Tischtennis
Kleines, aber feines Weissensteinturnier

Stolze 55 Jahre gibt es das Weissensteinturnier des TTC Solothurn bereits – allerdings mit Unterbrüchen, denn dem Verein ging es nicht immer so gut wie heute. Nadja Etter schaffte es in zwei Finals.

Hans Peter Schläfli
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Nadja Etter verlor den packenden Final knapp gegen Deborah Hofer.

Nadja Etter verlor den packenden Final knapp gegen Deborah Hofer.

Solothurner Zeitung

Mit über 100 Mitgliedern floriert der TTC Solothurn, und das in einer Randsportart, die sonst in der Schweiz eher sta-gniert. Solothurn ist der grösste Verein der ganzen Region Mittelland. «Den Nachwuchs rekrutieren wir in erster Linie über den Ferienpass», erklärt Präsident Hanspeter Koller, «und zusätzlich noch durch die Mund-zu-Mund-Propaganda.»

Zum Weissensteinturnier im Solothurner Schützenmattschulhaus schrieben sich dieses Jahr rund 140 Spieler und Spielerinnen aus der ganzen Schweiz ein. Somit ist das Turnier ein wichtiger finanzieller Stützpfeiler des Vereins. «Wir hatten in früheren Jahren auch schon 180 Meldungen, aber da dauerte das Turnier bis in den Abend», sagt Spielleiter Ivo Lüthy, «so, wie es jetzt ist, ist es gerade richtig.»

90 Kilo gegen 1,30 Meter

An 18 Tischen wurde vom Sonntagmorgen an intensiv um jeden Ball gekämpft. Manchmal kam es auch zu witzigen Paarungen: So spielte ein 50-Jähriger mit 90 Kilo gegen einen 14-Jährigen, der erst etwa 1,30 Meter gross ist. Beide hatten sich nicht nur in ihrer Alterskategorie eingeschrieben, sondern auch in der Leistungsklasse D. Denn das Weissensteinturnier kennt keine Trostturniere: Wer in der ersten Runde verliert, muss wieder nach Hause – ausser er hat sich eben noch in einem zweiten Tableau eingeschrieben. Die Halle bietet nur Platz für 18 Tische und mit einem Trostturnier würde es erst in den Abendstunden fertig.

«Klein, aber fein» war also das Motto, und so verlief auch das Turnier der Frauen: Nadia Etter lag im packenden Final gegen Deborah Hofer zwar immer zurück, kämpfte sich aber wieder heran. Im fünften und entscheidenden Satz unterlag die Solothurnerin dann so knapp, wie das ganze Match verlaufen war: 9:11.

2. Platz für Solothurn im Doppel

Bei den Männern konnten die Spieler aus der Region nicht mit den Allerbesten mithalten. Thi van Chi schaffte es zwar bis in die Viertelfinals, dort unterlag er aber dem talentierten Junior Simon Schaffter, der bereits das sehr attraktive U18-Tableau gewinnen konnte. Im Doppel erreichte das Solothurner Duo Nadia Etter/Thi van Chi den Final und belegten den zweiten Schlussrang.

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