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Klatsche im Thurgau: Der EHC Olten verliert mit 1:5 gegen den HC Thurgau

Nach der 0:3-Heimpleite gegen Ajoie verliert der EHC Olten auch sein nächstes Spiel. Gleich mit 1:5 gehen die Powermäuse gegen den HC Thurgau unter. Eine Leistung, die viele Fragen zurücklässt.

Marcel Kuchta (Text) und Philipp von Arx (Liveticker)
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Torhüter Simon Rytz (links) ersetzt Matthias Mischler nach dem Tor zum 4:1.
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Thurgaus Lars Frei (in grün) umzingelt von drei Oltner Spielern.
EHCO-Trainer Chris Bartolone ist nicht zufrieden, was seinem Team im zweiten Drittel gegen Thurgau wiederfährt.
Da ist Thurgaus Coach Stephan Mair deutlich fröhlicher gestimmt.
Impressionen HC Thurgau - EHC Olten (30.10.2018)
Thurgaus Eric Arnold (rechts) erzielt das Tor zum 5:1 gegen Torhüter Simon Rytz.
Die Freude über den zwischenzeitlichen Ausgleich der Oltener war nur von kurzer Dauer: Ueli Huber (von links) Alban Rexha und Cedric Schneuwly.
Evgeni Chriaev (links) im Duell mit Thurgaus Simon Seiler.
Torhüter Janick Schwendener (Thurgau) hat gegen Olten viel zu tun. Kasssiert im ersten Drittel aber nur einen Treffer.
Janik Loosli (Thurgau, links) schirmt den Puck gegen Oltens Lukas Haas geschickt ab.
Gewusel hinter dem Thurgauer Tor.
Oltens Ausländer Bryce Gervais (vorne) ist vor Patrick Parati (Thurgau) am Puck.
Ausgeglichenes Duell zwischen dem HC Thurgau (in grün) und dem Gast aus Olten.
Es brennt lichterloh vor Thurgau-Goalie Janick Schwendener. Hier scheitert Olten in der Person von Evgeni Chriaev.
Hier versucht Oltens Bryce Gervais (in weiss) Thurgaus Goalie zu überlisten.
An Lars Frei (Thurgau) vorbei spielt Christopher Bagnoud (Olten) den Puck via Bande weiter.

Torhüter Simon Rytz (links) ersetzt Matthias Mischler nach dem Tor zum 4:1.

Andy Mueller/freshfocus

Man könnte an dieser Stelle eine Handvoll Ausreden aufführen. Die Verletzten, das strenge Programm, die Müdigkeit, den Wetterwechsel oder die lange Anreise inklusive Stau. Fakt ist, dass sich der EHC Olten in Weinfelden nach allen Regeln der Kunst blamiert hat. Die Mannschaft, die sich als Spitzenteam sieht und den Meistertitel anstrebt, wurde von einer Mannschaft, die bei weitem nicht in Bestbesetzung antrat, in der laufenden Saison erst drei Spiele gewonnen hat und in der Tabelle auf dem vorletzten Platz stand, phasenweise auseinandergenommen.

Es war nicht so, dass der HC Thurgau unwiderstehlich stark auftrumpfte. Im Gegenteil: Die Verunsicherung dieser dezimierten Truppe war greifbar. Dummerweise schaffte es der EHC Olten nicht, diesen Umstand zu Beginn des Spiels auszunützen und baute den Gegner damit, je länger die Partie dauerte, umso mehr auf. Gleichzeitig stellte die Mannschaft von Headcoach Chris Bartolone ihre Bemühungen quasi ein und war nur noch interessierte Zuschauer. Der Auftritt im zweiten Abschnitt war an Arroganz kaum zu überbieten.

Warnsignale

Man könnte diese Niederlage nun als einmaligen Ausrutscher beurteilen. Auch die besten Mannschaften ziehen schliesslich mal einen miesen Tag ein. Dumm nur, dass die Oltner bereits am vergangenen Sonntag bei der 0:3-Niederlage gegen Ajoie keinen guten Eindruck hinterliessen. Deshalb kommt man nicht darum herum, die Warnsignale aufleuchten zu lassen. Der EHC Olten bewegt sich in einem gefährlichen Fahrwasser. Gewisse Spieler haben offensichtlich das Gefühl, dass sie kraft ihres Talents, aber ohne Einsatz und Leidenschaft Spiele gewinnen können. Das ist ein fataler Irrglaube.

Chris Bartolone zog schon während dieser traurigen Vorstellung personelle Konsequenzen und liess Martin Ulmer, Cason Hohmann und Jewgeni Schirjajew im letzten Drittel zuschauen. Es war die erste Warnung eines Coachs, der seine Spieler nach der Partie 25 Minuten lang in der Garderobe zur Brust nahm. Bartolone weiss aus Erfahrung, dass er diesem Treiben nicht lange zuschauen darf.

Matchtelegramm

Thurgau - Olten 5:1 (1:1, 4:0, 0:0)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1082 Zuschauer. – SR: Gäumann (Schlegel/Wermeille). – Tore: 6. Collenberg (Rundqvist) 1:0. 16. Rexha (Huber, Mischler) 1:1. 24. Wydo (Ausschluss Frei!) 2:1. 33. Brändli (Michael Loosli) 3:1. 34. Merola (Primeau, Wildhaber) 4:1. 37. Arnold (Michael Loosli, El Assaoui) 5:1. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Thurgau. 4-mal 2 plus Minuten (Huber) gegen Olten.
Thurgau: Schwendener; Parati, El Assaoui; Wildhaber, Seiler; Collenberg, Steinauer; Wydo, Rundqvist, Frei; Arnold, Brändli, Michael Loosli; Merola, Vogel, Primeau; Janik Loosli, Kellenberger, Zanzi.
Olten: Mischler (34. Rytz); Bagnoud, Colin Gerber; Grossniklaus, Rouiller; Eigenmann, Lüthi; Heughebaert, Bucher; Schneuwly, Rexha, Huber; Haas, Schirjajew, Truttmann; Gervais, Hohmann, Ulmer; Wyss, Mäder, Roland Gerber.
Bemerkungen: Olten ohne Barbero, Muller, Zanatta, Schwarzenbach und Horansky (alle verletzt) sowie Vodoz (überzählig). – 8. Pfostenschuss Roland Gerber. 10. Lattenschuss Gervais. – 34. Timeout Olten.

Hier lesen Sie die Partie im Liveticker nach:

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