Handball NLB
Klatsche für den TV Solothurn

Die Solothurner Handballer verlieren nach einer dürftigen Leistung zuhause im CIS gegen die Espoirs von Kadetten Schaffhausen mit 24:36. Die Schaffhauser erwischten einen Sahnetag und waren über das ganze Spiel hinweg die bessere Mannschaft.

Alain Blaser
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Solothurn bleibt gegen Schaffhausen chancenlos.

Solothurn bleibt gegen Schaffhausen chancenlos.

Hans Peter Schlaefli

Bereits nach wenigen Minuten lagen die TVS-ler mit 0:3 im Rückstand und es war klar, dass an diesem Abend ein hochmotivierter und treffsicherer Gegner im CIS zu Gast war.

Kurzzeitig konnte der frühe Rückstand zwar wieder korrigiert werden, doch die drittbeste Verteidigung der Liga wurde von der gegnerischen Taktik überrascht. Die jungen Kadetten ersetzten jeweils im Angriff ihren Torwart mit einem siebten Feldspieler, um in Überzahl agieren zu können. Gegen diesen Schachzug fanden die Solothurner kein Rezept. So konnten die Ostschweizer, angeführt vom A-Nationalspieler Alili und Flügeltalent Gerbl, den Vorsprung laufend ausbauen. Die beiden gegnerischen Akteure zählten am Ende der Partie nicht weniger als 21 Treffer auf dem gemeinsamen Torekonto.

Die überforderte Verteidigung konnten die Ambassadoren auch im Angriff nicht wett machen. Aus der kompakten 6:0-Deckung der Kadetten stach zudem Silvio Meier noch hinaus. Insgesamt machte der Espoirs-Torhüter 17 Solothurner Abschlüsse zu nichte.

Da der TV Solothurn sich auch im Verlauf der Partie nicht steigern konnte und die Kadetten nie nachliessen, endete das Spiel mit einer 24:36-Kanterniederlage.

Erfolgreiche Hinrunde

Dass sich die hochtalentierten Jungkadetten nach dem Sieg überschwänglich freuten, zeigt aber, wieviel Respekt sich der TV Solothurn in der Hinrunde der NLB verschafft hat. Trotz der Niederlage vom Wochenende sind die Solothurner die Überraschungsmannschaft in der Liga. Als Aufsteiger zeigte der TVS starke Leistungen und kann nach 13 Spielen mit 16 Punkten und dem 5. Tabellenrang, punktgleich mit Platz 3 und 4, äusserst zufrieden sein.

An guten Tagen sind die Solothurner auch für die stärksten Gegner in der NLB ein echtes Hindernis. Es wurde aber auch deutlich, dass dem Aufsteiger besonders gegen die Mittelfeldteams wie Schaffhausen, Steffisburg und Horgen oft die nötige Cleverness und Erfahrung gefehlt hat, und so besonders zuhause leichtfertig Punkte verschenkt wurden.

Das Ziel für die Rückrunde ist daher klar. Es geht darum, so früh wie möglich den Ligaerhalt zu sichern und weiter wichtige Erfahrungen zu sammeln. Ebenso sind mit der erfolgreichen Hinrunde aber auch die Erwartungen gestiegen. Diese gilt es in der zweiten Saisonhälfte zu erfüllen und die bisherigen Leistungen zu bestätigen.

Zum Jahresabschluss bestreitet die 1. Mannschaft des TV Solothurn Handball am kommenden Samstag noch das erste Spiel der Rückrunde. Es wartet eine schwierige Auswärtspartie gegen den NLA-Absteiger Lakers Stäfa, einer der Ligafavoriten. Anspiel ist um 16:30 Uhr auf dem Frohberg in Stäfa.