Klar und verdient, aber . . .

Fussball Subingen gewinnt in der 2. Liga gegen Fulenbach deutlich mit 4:0

Hans Peter Schläfli
Merken
Drucken
Teilen
Fulenbach kam meistens einen Schritt zu spät: Subingens Michael Koch (rechts) setzt sich gegen Thomas Knuchel durch. HPS

Fulenbach kam meistens einen Schritt zu spät: Subingens Michael Koch (rechts) setzt sich gegen Thomas Knuchel durch. HPS

Solothurner Zeitung

Ja, das klare Resultat entspricht den gezeigten Leistungen. Aber: Es hätte trotzdem alles ganz anders ausgehen können. Denn in der 12. Minute kam Luca Flury frei zum Schuss, Goalie Drazen Petrovic lenkte den Ball an den Pfosten, von wo er zu Thomas Knuchel gelangte. Der passte gleich wieder zur Mitte, wo Flury seinen Nachschuss kläglich vergab. Fulenbach hätte führen müssen. Das war das «Aber», das nicht eintraf. Die Subinger Antwort folgte sofort: Der kaltblütige Topskorer Mathias Hubler schloss den rasanten Gegenstoss ab. Statt 1:0 hiess es 0:1.

Fulenbachs Pech ging weiter. Captain Nicolo Müller verdrehte sich das Knie und musste ausgewechselt werden. Dann kam bei den Platzherren auch noch Unvermögen dazu. Nach einer halben Stunde versiebten Flury und Yves Ehrenbolger zwei hervorragende Ausgleichschancen. Und die Strafe folgte wieder postwendend. Diesmal schnappte sich der glänzend aufgelegte Subinger Junior Dominic Müller den Ball, zog unwiderstehlich los und haute ihn aus 17 Metern wunderbar zum 2:0 in die Maschen.

Hublers zweites Tor entscheidet

Gleich nach der Pause folgte der Todesstoss. Subingen kombinierte sich schön über die rechte Seite durch und die Fulenbacher Abwehr vergass links Hubler, der die Flanke seelenruhig einschieben konnte. Damit war das Spiel gelaufen. «Fulenbach stand hinten total offen, so viel Raum hatte ich schon lange nicht mehr», kommentierte der Goalgetter seine Saisontore Nummer 13 und 14. Obwohl Fulenbach nie aufgab, hatte Subingen alles souverän im Griff. Das 4:0 durch Emch war nur noch eine Zugabe, süss für die Gäste, mit bitterem Geschmack für die Platzherren.

Fehlendes Verständnis

Fulenbachs Trainer Marcel Bargetzi fand aber trotz der klaren Niederlage noch Positives: «Ich habe gute Ansätze gesehen», meinte er nach der Niederlage. «Meine Mannschaft hat nicht schlecht gespielt, aber es fehlte in den entscheidenden Momenten das blinde Verständnis, das es gegen starke Mannschaften braucht.» Die Gründe für das 0:4 sieht Bargetzi gleichmässig über die ganze Mannschaft verteilt: «Hinten liessen wir uns ein paar Mal ausspielen, vorne haben wir ein halbes Dutzend bester Chancen nicht verwertet.»