Jubelschreie und Trommeln, Coaching-Zurufe, hinfallen, aufstehen – am gestrigen Finalturnier der PostFinance Trophy in Einsiedeln SZ hätte man sich im Profisport wähnen können, wären die Spieler nicht vierjährig oder wenige Jährchen älter. Die Familie und Freunde reisten von überall her an, um ihre aufstrebenden Eishockey-Kracks anzufeuern. Einige Kinder blieben vor dem grossen Tag erstaunlich gelassen, während andere nicht einmal schlafen konnten. Doch alle freuten sich, dabei zu sein und sich trotz des kalten Wintertages im Applaus ihrer Unterstützer zu sonnen. Colin und Nils von den Bündner Ice Teufels Malans zum Beispiel fieberten den vielen anwesenden Profispielern der National League A entgegen. Und was macht Mattia von den Walliser Mini-Bombers am meisten Spass am Eishockey? „Goals schiessen, natürlich“, antwortet er lachend.

Von den Profis gecoacht

Wie die Profimannschaften wurde jedes der 16 Finalisten-Teams zuhause von einem Postauto abgeholt und zum Turnierort gefahren. Unabhängig vom Schlussrang gehören sie bereits zu den Gewinnern, da sie sich durch ihre Siege bei den Regionalturnieren für das grosse Finale qualifiziert hatten. Als Highlight stiegen kurz vor dem Turnierort plötzlich Spieler der National League A und mit Mathias Seger und Robin Grossmann sogar zwei Nationalspieler hinzu. Die Profis motivierten und coachten ihre Teams und beantworteten geduldig allerlei Kinderfragen, wie jene, was es denn für eine Profikarriere brauche. „Das wichtigste sind Spass und Freude am Eishockey und dazu harte Arbeit“, so Mathias Seger. Er war extra angereist, weil es ihm „als Profispieler wichtig ist, etwas zurückzugeben.“  Oder die Frage nach den Geheimtipps vor wichtigen Spielen. „Ich lege immer zuerst die linken Ausrüstungsgegenstände an“, sagt Robin Grossmann und lacht. „Aber ich weiss nicht, ob das immer Glück bringt!“ 

Pokale von „ganz oben“

Auch der Nationaltrainer Glen Hanlon reiste eigens für das Finale der PostFinance Trophy an. „Die Kinder werden sich das ganze Leben an dieses Turnier erinnern“, meint Hanlon, dem die leuchtenden Kinderaugen auffielen. Er denke dabei an seine Jugendjahre zurück, als die Eltern an der Bande standen und ihn und seine Kameraden anfeuerten. Ein besonderer Dank geht an die Hauptsponsorin PostFinance, die gemeinsam mit der Swiss Ice Hockey Federation dieses Schülerturnier begründet hat. „Die Nachwuchsförderung liegt uns sehr am Herzen“, sagt Barbara Kälberer von PostFinance, „sei es im Eishockey wie auch bei allen unseren Sponsoringengagements.“ Und was können eigentlich die erwachsenen Profis von den Kindern lernen, Robin Grossmann? „Enthusiasmus“, antwortet er sofort. Davor sprühte es förmlich am Finaltag, ob bei den Kindern, den Familien oder den Profis.

Schlussrangliste:

Kategorie A:

1. Icecrusher, Einsiedeln SZ

2. Speed Club Pieterlen BE

3. The gotthelf stars, Thun BE

4. Winti Adler, Winterthur, ZH

Kategorie B:

1. Youngsharks Port, Port BE

2. Wild-Boys Zizers, Zizers GR

3. Puck on fire, Hilterfingen BE

4. Ice Crusher, Rudolfstetten AG

Kategorie C:

1. Büli Bären, Bülach ZH

2. Mini-Bomber, Visp VS

3. Ice Teufels Malans, Malans GR

4. Les Minipucks, Porrentruy JU

Kategorie Hockeyschule:

1. Kestenholz Power, Kestenholz SO

2. Icebreakers, Igis GR

3. SCB Future weiss, Bern BE

4. Eisfüchse, Laufen BL