Ein Punkt hat der FC Olten in der 2. Liga inter nach fünf Meisterschaftsspielen auf dem Konto. Das einzige Zählbare resultierte im Heimspiel vor anderthalb Wochen gegen Adliswil (1:1). Die Niederlagen in den übrigen vier Partien waren teilweise knapp – 1:2 gegen Freienbach und 3:4 gegen Wettingen. Chancenlos blieben die Oltner gegen den FC Wohlen II und den Nachbarn FC Wangen b. Olten. Beide Spiele gingen mit 0:3 verloren.

Auffällig beim FC Olten ist die Anzahl der eingesetzten Spieler. Nicht weniger als 38 unterschiedliche Namen figurierten bislang auf dem FCO-Matchblatt. Nicht weil der neue Trainer Ryszard Komornicki die Qual der Wahl hätte, der FC Olten ist mit der Kaderplanung schlicht zu spät dran. Da lange Zeit nicht feststand, wer der neue Trainer ist. So standen im ersten Saisonspiel gegen Wohlen vier Spieler der zweiten Mannschaft in der Startelf, auf der Ersatzbank sassen vorwiegend Junioren.

Für das zweite Saisonspiel, auswärts beim FC Freienbach, nahm Komornicki neun Änderungen in der Startformation vor. Lediglich Marco Mirarchi und Tom Lukaj liefen zum zweiten Mal von Beginn weg auf. Angreifer Hazir Zenuni kam erstmals in dieser Saison zum Einsatz. Avni Halimi, Hanier Ospina sowie Blerim Bekteshi feierten ihr Debüt im FCO-Dress. Neben diesen standen allerdings immer noch fünf Spieler auf dem Platz, die eigentlich zum Kader der zweiten Mannschaft zählen, oder gar noch bei den Junioren auflaufen.

Drei Tage später gegen den FC Wettingen präsentierte Komornicki eine weitere Neuerwerbung: Abwehrspieler Mike Billwiller, der mittlerweile seine Sachen auf dem Kleinholz aber bereits wieder gepackt hat. Ähnliches Bild Anfang September im Derby gegen den FC Wangen b. Olten. Mit Burim Hasanramaj gab der nächste Zuzug, er kam vom FC Rothrist, seinen Einstand. Komornicki musste aber immer noch auf diverse «Zwöi»-Spieler zurück-greifen.

Lizenzen sind eingetroffen

Kurz vor dem fünften Meisterschaftsspiel trafen nach langem Warten endlich die Spielberechtigungen für die Ausländer ein, welche schon seit knapp zwei Monaten auf dem Kleinholz trainieren. Gegen Adliswil liefen erstmals die drei Polen Mateusz Pankowski, Piotr Fortuna und Bartlomiej Gliniak sowie der Mazedonier Daniel Lazarovski auf. Zum ersten Sieg reichte es im Duell der Kellerkinder trotzdem nicht. Aber immerhin für den ersten Punktgewinn.

Heute Abend steht für den FC Olten das Nachtragsspiel beim FC Muri an. Dieser stand am Sonntag im Schweizer-Cup-Sechzehntelfinal gegen den Super-League-Klub St. Gallen im Einsatz (0:7). In der Liga belegt Muri mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage den fünften Platz. Gibts endlich den ersten Dreier für den FCO? «Wir haben keinen Druck», entlastet Komornicki seine Spieler. «Wir wussten, dass wir mit der Kaderplanung zu spät dran sind und die Vorrunde deshalb sehr hart wird.»