«Wir haben zwar keinen Eidgenossen, dafür aber etliche Schwinger aus dem besseren Mittelfeld am Start», lässt Wettkampfchef Markus Felder vor dem anstehenden Schwingfest auf dem Engelberg verlauten. Erstere fehlen, da gleichentags auch das ungemein grössere Fest auf der Rigi stattfindet. Die Absenz von grossen Namen stört Felder keineswegs – «klar wäre es schön, einen Eidgenossen dabei zu haben», wirft er ein.

Doch der Engelberg wolle speziell auch den etwas kleineren Namen die Chance bieten, etwas zu gewinnen. Zudem stünde der regionale Aspekt im Vordergrund. So gelten laut dem Wettkampfchef der auf dem Engelberg wohnhafte Lukas Wittmer und der Walterswiler Kilian Schwander als die aussichtsreichsten Kandidaten vom austragenden Schwingklub Olten-Gösgen. Auch die ehemaligen Festsieger Matthias (2009) und Stefan (2012) Studinger werden mit von der Partie sein.

Nicht fehlen wird auch der letztjährige Sieger Tiago Vieira aus Biberstein, wie auch sein damaliger Schlussgang-Gegner Klemens Stegmüller aus dem Baselbiet. Etliche Vertreter vom Schwingklub Zofingen wagen den kurzen Sprung über die Kantonsgrenze und wollen in der Solothurner «Fremde» den Sieg davontragen.

Allen voran ist der Uerkner Patrick Räbmatter ein aussichtsreicher Kandidat von ennet dem Berg. Schliesslich gilt es auch den Gastverein aus Giswil OW zu erwähnen, der mit einer Delegation von sechs Schwingern, wie bereits im letzten Jahr, seine Aufwartung auf dem Engelberg machen wird. Von allen Schwingern kann der Bellacher Thomas Stüdeli mit bislang 31 gewonnenen Kränzen die beste Bilanz aufweisen. Insgesamt sind 40 Aktiven-Schwinger gemeldet.

Versprechen für Zukunft

Ein grosses Anliegen ist den Engelbergern stets der Nachwuchs. Die beachtliche Zahl von 86 eingeschriebenen Nachwuchsschwingern, welche sich auf den drei Sägemehlringen messen werden, gibt den Organisatoren recht. Mit den drei Heimgartner-Brüdern vom Ruttigerhof, Lukas, Tobias und Jonas sowie Thomas Bader aus Däniken sieht Felder seitens des Heimklubs heisse Eisen im Feuer im Kampf um gute Platzierungen.

Für die Zukunft setzt er seine Hoffnungen auf das Quartett als mögliche Erfolgsgaranten für Olten-Gösgen. Denn in der Vergangenheit konnten nur wenige Erfolge verbucht werden. Deshalb setzt man auf die Junioren, um diesen in Zukunft wieder zu ermöglichen.