Beachsoccer
Keine Geschenke an der Einweihungsparty: Solothurn empfängt die Beach-Elite

Am Wochenende trägt Solothurn die 5. Etappe der Suzuki League aus – zum ersten Mal auf dem neuen, topmodernen Spielfeld. Die Lokalmatadoren wollen dabei den Anschluss an die erweiterte Spitze halten und peilen zwei Siege an.

Lionel Fend
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Es ist angerichtet: Solothurn spielt erstmals auf dem neuen Feld. LFE

Es ist angerichtet: Solothurn spielt erstmals auf dem neuen Feld. LFE

Micha Rusterholz ist derzeit im Stress. Denn dieses Wochenende werden in seiner Heimstätte zwei weitere Runden der Suzuki League ausgetragen. Dort werden die 15 Topteams der Schweiz auf dem Sandplatz um Siege kämpfen.

Doch dieser Platz ist nicht irgendeiner, nein, er ist noch nicht einmal einen Monat alt und mit der neusten Technologie ausgestattet: Das Sandbecken ist mit 560 Tonnen Spezial-Quarzsand gefüllt, besitzt eine eigene Entwässerungsanlage und eine Flutlichtanlage. Damit kann die Mehrheit der Schweizer Beach-Soccer-Plätze nicht mithalten.

Der Traum eines Beach-Soccer-Feldes in Solothurn ist somit für Micha Rusterholz wahr geworden. Der 27-jährige Präsident und Stürmer des BSC Solothurn war schon dabei, als die Projekt-Idee vor sechs Jahren ihren Anfang nahm, nun ist der Platz fertig und es macht Stürmer Rusterholz stolz: «Wenn man einmal zurückschaut und sieht, was man geleistet hat, freut man sich schon sehr». Die Fertigstellung des neuen Feldes hat ihre Wirkung auch innerhalb des Teams gezeigt.

Es habe einen regelrechten Ruck durch die Mannschaft gegeben, sagt Rusterholz. Der morgen beginnende Heim-Event ist auch neben dem sportlichen speziell: Da es der erste grosse Event auf dem Sand des neuen Feldes ist, dient dieser Anlass sozusagen als Einweihungsparty. Rusterholz hat deshalb eine Champagnerflasche gekauft, die, wie bei einer Schiffstaufe, vor den ersten Spielen auf dem Platz geköpft wird.

Wenn dann gespielt wird, geht es zur Sache, denn es geht für die Topteams um einiges: In der Tabelle sind alle Klubs dicht hintereinander aufgelistet, die ersten sieben Mannschaften sind gerade einmal durch einen Verlustpunkt getrennt. So kann auch der Gastgeber aus Solothurn einen grossen Sprung nach vorne machen – und die Zeichen stehen gut: «Die Vorfreude ist gross, die Jungs sind hungrig auf Siege und wir wissen, was wir zu tun haben», bestätigt BSCS-Trainer Paulo da Costa. Dies ist auch nötig, denn es stehen zwei harte Partien an: Morgen tritt der BSC Solothurn gegen die zehntplatzierte Mannschaft der Bienne Hatchets an, am Sonntag folgt dann das Spitzenspiel gegen die Sable Dancers aus Bern.

Einziger Nachteil der Gastgeber ist, dass einer der Solothurner Schlüsselspieler fehlt. Der Stürmer Rui Mota, der zusammen mit dem Bieler Angreifer Takasuke Goto die Torschützenliste der Liga anführt, wird der Mannschaft am Wochenende fehlen.