Aufstiegsspiele
Kein Wunder von Münsingen: Solothurn verpatzt Saisonhöhepunkt und damit den Aufstieg

1'500 Zuschauer waren beim Aufstiegsspiel in Münsingen zugegen. Für den FC Solothurn schaute dabei aber eine 0:3 Niederlage heraus. Somit steigt Münsingen auf. Der Solothurner Trainer findet trotzdem aufbauende Worte: «Kopf hoch!»

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FC Münsingen- FC Solothurn
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Der FC Münsingen gewinnt gegen den FC Solothurn mit 3:0
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Die Solothurn-Fans schwenken ihre Fahnen
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Trainer Dariusz Skrzypczak
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So sehen glückliche Gewinner aus

FC Münsingen- FC Solothurn

Bruno Kissling

Der FC Solothurn vergeigte den Aufstieg in die Promotion League in Münsingen in der letzten Halbzeit der Saison 2017/18. Damit verpasste die Truppe von Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak die Krönung einer herausragenden Saison.

Angefangen hat dieses Rückspiel für die Solothurner wunschgemäss. Sie waren auf die Startoffensive der Aaretaler vorbereitet. Ihrem Umschaltspiel verdankten die Ambassadoren Abschlüsse durch Chatton (6.), Stauffer (12.) und Hunziker (14.). Der Favorit erarbeitete sich die Oberhand.

Er wirkte kompakt und erhielt die Spielhoheit. Die Berner vermochten ihren Spielaufbau aus dem Mittelfeld wie die langen Zuspiele auf ihre beiden Sturmspitzen Gasser und Lavorato nicht auszulösen. Ein Problem seitens der Besucher stellte erneut der letzte Pass ab. Ein Grund, dass die erste Hälfte torlos blieb.

Münsingens grösserer Siegeswille

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Platzherren den Druck. Sie brauchten ein Tor für den Aufstieg. Die Solothurner konnten ihr Angriffsspiel nicht mehr entwickeln. Dazu schlich sich eine unheilvolle Passivität ein. Die Einheimischen legten den grösseren Siegeswillen an den Tag. In der 56. Minute kam Maximilian Dreier links zum Flanken.

Seinen Masspass verwertete Gasser mit dem Kopf zur Führung. Skrzypczak reagierte. Er ersetzte die angeschlagenen Stauffer und Hasanovic durch Henzi und Müller. Doch die Auswirkung blieb bescheiden.

Nun kam das Gespür von Münsingens Langzeit-Trainer Kurt Feuz zum Vorschein. Mit seinen Anweisungen gelang es, die Wirkungen von Chatton, bis zur Einwechslung von Bisevac (71.) einzige Sturmspitze, und Arifi, dem Mann des Hinspiels, den Raum entscheidend einzuschränken.

Solothurn ohne Wirkung

Die Vorentscheidung fiel in der 72. Minute. Lavorato zog an der linken Aussenlinie los. Seine Hereingabe versenkte Gasser mit seinem zweiten Treffer zum 2:0. Für eine Verlängerung benötigte Solothurn einen Anschlusstreffer.

Einerseits liess die Abwehr der Berner nichts mehr zu, anderseits, beliess der Schiedsrichter ein Umstossen von Maximilian Dreier an Bisevac im einheimischen Strafraum ungeahndet (82.). Im Gegenzug fiel die definitive Entscheidung. Erzinger überlief im Zentrum Waylon Grosjean und liess dessen Zwillingsbruder Jeffrey keine Abwehrchance – 3:0 (83.).

Die Aaretaler gewannen dieses Finalrückspiel verdient, wenn auch um ein Tor zu hoch. Während Solothurn in der zweiten Halbzeit nicht mehr an die vordem überzeugenden Leistungen anknüpfen konnte, schöpfte Münsingen aus seiner Routine die Kraft und den Willen, die Hinspiel-Niederlage zu korrigieren.

Matchtelegramm

Münsingen-Solothurn 3:0 (0:0)

Sandreutenen. – 1500 Zu­schauer. – SR: Gianforte. – Tore: 56. Gasser 1:0, 72. Gasser 2:0, 83. Erzinger 3:0.

Münsingen: Karrer; Rothen (64. Hubacher), Antonius Dreier, Schenkel, Thalmann; Maximilian Dreier; Strahm, Murina, Christen (46. Erzinger); Gasser, Lavorato (75. Funaro).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic (57. Müller), Waylon Grosjean, Du Buisson; Koch, Stauffer (57. Henzi); Veronica (71. Bisevac), Hunziker; Arifi; Chatton.

Bemerkungen: Münsingen ohne Mumenthaler (gesperrt), Fryand und Wittwer (beide überzählig). So­lo­thurn ohne Schrittwieser (gesperrt), Bleuler (verletzt) und Schläppi (nicht im Aufgebot).– Ehren-Anstoss durch den heute in Münsingen wohnenden ehemaligen Eishockey-Nationaltrainer Simon Schenk. – Ver­war­nun­gen: 4. Veronica, 21. Thalmann, 33. Antonius Dreier, 45. Stauffer, 60. Du Buisson, 63. Arifi (alle Foul), 68. Hunziker und 88. Koch (beide Unsportlichkeit). – Eckbälle: 3:3 (1:2).