Mit Schwaller, Isch, Hug, Hasanovic, Funaro, Veljanovski, Salihi, Wanner, Fleury, Schleiffer, Walther und Kellerhals verlassen eine ganze Reihe von zum Teil langjährigen FCG'lern den Verein. Gemäss dem neuen Präsidenten Rolf Bieri sei die alte Geschäftsleitung mit der Verabschiedung aber etwas voreilig gewesen, denn: «Mit diesen Spielern sind noch nicht alle Gespräche abgeschlossen.»

Entgegen dem Spielverlauf ging Grenchen in Führung. Asamoa «Joe Tex» Frimpong traf zum 1:0. Sein Landsmann Edward hatte ihn mit einer Kopfballverlängerung in Abschlussposition gebracht. Alleine vor dem Torhüter bewies der Superleague Profi, dass er das Toreschiessen nicht verlernt hat. «Für mich war es schön, nach zweieinhalb Jahren Fussball-Absenz wieder spielen zu können und gleich auch wieder zu treffen» freute sich der ehemalige Luzerner.

Thun hätte zu diesem Zeitpunkt längst führen müssen. Einige hochkarätige Chancen wurden kläglich versiebt. «Das Tor kam für uns zum richtigen Zeitpunkt. Meine Jungs merkten dann, dass es so nicht gehen kann. Keiner hat seine Position gehalten, jeder ist irgendwo herumgeirrt und dabei gedacht etwas besonderes machen zu müssen. Dadurch ging bei uns gar nichts» kommentierte Thun Trainer Böhm diese Phase des Spiels. Noch vor der Pause glich Thun durch Eschmann aus. Das Tor roch aber stark nach Offside, denn die Grenchner Verteidiger blieben stehen und der Thuner Stürmer erwischte den herausgeeilten Schwaller mit seinem Heber zum Pausenstand von 1:1.

Ein missratener Befreiungsschlag von Schwaller wurde dem Grenchner Keeper selber fast zum Verhängnis. Der Ball landete direkt vor den Füssen von Donato, welcher es frech gleich mit einer Direktabnahme von der Mittellinie versuchte und dabei die Latte traf. Der zurückgeeilte Goalie hätte nur noch zusehen können (51.). Nochmals standen die Gäste dem Führungstreffer näher, denn sie besassen mit Eschmann den gefährlichsten Mann auf dem Platz. Es war aber der in der Pause eingewechselte Mertoglu, der Schwaller mit einem feinen Heber zum 1:2 bezwang (75.). Frey machte es dann vor, wie man die Offsidefalle aufheben kann. Er legte sich den Ball nämlich selber vor und schob am Grenchner Schlussmann vorbei zum Endstand von 1:3 ein. Nach ein paar ernsten Worten des Thun-Trainers in der Halbzeit habe sein Team disziplinierter gespielt. „Irgendwann war es dann auch klar, dass wir gewinnen. Fussballerisch waren wir nämlich mehr als eine Klasse besser". Grenchen habe so provokant auf Offside gespielt, dass es einmal klappen musste, zog Böhm sein Fazit.

Grenchen - Thun U-21 1:3 (1:1)

Brühl: 180 Zuschauer - SR: Omerovic.

Tore: 27. Frimpong A. 1:0, 43. Eschmann 1:1, 75. Mertoglu 1:2, 78. Frey 1:3.

Grenchen: Schwaller; Salihi, Wanner, Veljanovski, Hegg; Fleury, Hasanovic (52. Funaro), Stauffer, Sadrji (76. Frimpong D.); Edward, Frimpong A. (46. Hug).

Thun U-21: Moser; Donato, Plüss, Wenger, Frisch; Bärtsch (60. Aegerter), Rizzo (46. Mertoglu), Frey (83. Secchi), Rebronja; Eschmann, Zenuni.

Bemerkungen: Grenchen ohne Isch, Moser, Bertelle und Peralta (alle abwesend). Trauerminute für Kilian Heeb. 51. Lattenschuss Donato