Fussball 1. Liga

Kein Rezept gegen Badens Umschaltspiel gefunden

«Wir haben nicht gut verteidigt», sagt Solothurns Trainer Jürg Widmer über das Spiel gegen den FC Baden.

«Wir haben nicht gut verteidigt», sagt Solothurns Trainer Jürg Widmer über das Spiel gegen den FC Baden.

Der FC Solothurn verliert das Nachtragsspiel in der 1. Liga auswärts beim FC Baden mit 0:3 und fällt in der Tabelle auf den dritten Platz zurück.

Das Verfolgerduell zwischen den beim Anpfiff drittplatzierten Badenern und den zweitklassierten Solothurnern entschieden die Aargauer verdient zu ihren Gunsten. In der Startphase hielten sich die beiden Kontrahenten die Waage. Beiden Teams gelang es nicht, Gefahr zu kreieren. Die Gäste waren in diesen ersten zwanzig Minuten bestrebt, mehr für die Spielentwicklung zu machen. Sie setzten auf eine flüssige Ballabfolge.

Nach diesen zwanzig Minuten begann sich das Blatt zu wenden. Plötzlich erarbeiteten sich die Platzherren mehr Spielanteile. Sie konnten die Ambassadoren zunehmend unter Druck setzen. Mit ihrer Doppelspitze Teichmann und Boakye Lüscher kamen sie zu zwei Möglichkeiten (23./ 24.). Erfolgreicher war Jakovljevic nach einer halben Stunde. Nach einem Vorstoss über die linke Seite über mehrere Stationen konnte er ungehindert in den Raum laufen und flach zur Führung abschliessen.

«Bei uns stimmte die Zuteilung nicht, wir haben nicht gut verteidigt», hielt FCS-Trainer Jürg Widmer fest. Mast übers Tor (34.), Hunziker mit einem Lattenschuss (39.) und Selmanaj mit einem Distanzschuss in die Hände von Baden-Goalie Hübel (44.) deuteten ihre Reaktionsbereitschaft an. Allerdings fehlte es an der Überzeugung. In der Nachspielminute beanspruchten die Besucher zusätzlich das Glück. Nachdem ein platzierter Teichmann-Schuss zur sechsten Ecke abgelenkt wurde, konnte Bähler diesen Eckstoss nicht fangen und verlor den Ball. Seine Kollegen retteten diese Situation mit dem siebten Corner.

Nach dem Seitenwechsel suchten die Ostaargauer dezidiert die Vorentscheidung. Bähler konnte Nikola Maksimovics Versuch zur Ecke klären (46.) und Boakye Lüschers Schuss zischte an der rechten Seite aus dem Gefahrenbereich (47.). Die Solothurner waren gefordert, diese tempostarken Angriffswellen zu brechen. Bei ihren Gegenstössen verlegten sie sich zu sehr auf Einzelaktionen.

Dies erleichtert den Gastgebern die Abwehrarbeit. Eine weitere gefährliche Szene schufen die Badener in der 55. Minute. Boakye Lüscher enteilte, verfolgt von Anderegg, den Schuss wehrte Bähler ab, den Nachschuss klärte Anderegg in Corner. Anschliessend stiessen die beiden aufgerückten Innenverteidiger Franek und Matovic im Solothurner Strafraum unglücklich zusammen. Letzterer musste durch Schär ersetzt werden.

Der Widmer-Truppe gelang es nicht, besseren und zielgerichteten Zugriff zu erhalten. Der Aktionismus der Einheimischen bremste die Aarestädter in ihren Läufen nach vorne. Der Wille korrespondierte nicht mit erhofften positiven Auswirkungen. Vielmehr schuf der pfeilschnelle Boakye Lüscher Gefahr. Er setzte sich gegen Anderegg und Selmanaj durch, aber Bähler konnte den Ball fangen (69.).

Auch in der 75. Minute hatte Bähler zu retten. Diesmal mit einer spektakulären Fussabwehr nach einem Durchbruch von Boakye Lüscher und Schär. Eine der seltenen Ausgleichschance hatte Chatton auf Idealvorlage Hunzikers auf dem Fuss. Sein Flachschuss in der 79. Minute verpasste den linken Pfosten knapp.

Spektakel boten die Schlussminuten. Nach einem Kopfball von Romano, den Bähler mirakulös abwehrte, traf Schär den Pfosten. Schliesslich konnte der Gäste-Hüter das Streitobjekt am anderen Pfosten bemächtigen, nachdem es der Torlinie entlang gerollt war (85.). Dann folgte der Doppelschlag von Teichmann. Zuerst schlenzte er den Ball von halbrechts ins linke Lattenkreuz (87.) und zu guter Letzt lenkte er mit dem Kopf die Flanke von Uka unhaltbar zum Endstand ab (92.).

«Wir stiessen auf einen starken Gegner, dessen Stärken das Umschaltspiel und das Spiel in die Tiefe sind; wir konnten dies nicht restlos unterbinden», akzeptierte der Gästetrainer diese Niederlage.

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