Obwohl für Mike Kurt zuletzt bei den Weltcuprennen Spitzenresultate ausblieben, zieht er eine positives Bilanz der bisherigen Saison: «Der Fokus liegt für mich dieses Jahr klar auf der EM und der WM. Der Gewinn der EM-Silbermedaille war für mich nach der Niederlage an den Olympischen Spielen in London eine grosse Genugtuung». Für den Solothurner war es indes schwierig sich unmittelbar nach seinem grössten sportlichen Erfolg wieder voll auf den Weltcup zu konzentrieren. Dazu kam, dass Mike Kurt nach der EM mit gesundheitlichen Problem zu kämpfen hatte und zwischen den Weltcuprennen zusammen mit dem Fechter Fabian Kauter die erste Crowdfunding-Plattform für Sportler ( I believe in you) lancierte.

Resultate schlechter als Leistung

Sicher nicht optimale Bedingungen um Weltklasseleistungen zu zeigen. Dementsprechend landete Kurt bei den ersten beiden Weltcuprennen nach der EM lediglich auf den Rängen 24 und 28. «Die Resultate sehen schlechter aus als meine Leistung effektiv war», meint der Wildwasserkanute. « Im Kanuslalom liegen Erfolg und Niederlage eng beieinander und ich war bei den ersten zwei Weltcuprennen jeweils gut unterwegs, machte aber am Ende der Läufe Fehler die mir ein Spitzenresultat gekostet haben.»

Jetzt beginnt der WM-Aufbau

Dass er nun am Wochenende zum Abschluss der ersten drei Weltcuprennen wieder unter der Top Ten der Welt platziert war, stimmt Mike Kurt zuversichtlich. «Ich bin zwar nicht mehr so gut gefahren wie an der EM, aber das Resultat hat mir gezeigt, dass ich auch unter erschwerten Bedingungen durchaus wettbewerbsfähig bin». Ab Montag steigt Mike Kurt nun in den Aufbau im Hinblick auf die Weltmeisterschaften im September ein. Als Vorbereitung auf die WM in Prag nimmt der Kanute im August noch an weiteren zwei Weltcuprennen teil.