SV Wiler-Ersigen

Kantersieg und ein bitteres Ende: Wiler-Ersigens Aufholjagd gegen GC blieb unbelohnt

Auch Matthias Hofbauer konnte gegen GC mit seinen zwei Toren am Ende die Niederlage von Tabellenführer Wiler-Ersigen nicht verhindern.

Auch Matthias Hofbauer konnte gegen GC mit seinen zwei Toren am Ende die Niederlage von Tabellenführer Wiler-Ersigen nicht verhindern.

Trotz einer fulminanten Aufholjagd vom 0:6 zum 6:6 verlor der SV Wiler-Ersigen das Duell gegen Cupsieger GC mit 6:7. Der unglückliche gestrige Abend erlebte seinen negativen Höhepunkt mit dem Siegtreffer der Gäste fünf Sekunden vor der Schlusssirene.

Trotz der Niederlage bleibt der Meister ungefährdet an der Tabellenspitze der NLA. Dies nicht zuletzt, weil sich Wiler-Ersigen am Vortag beim 12:1-Kantersieg über die Kloten-Bülach Jets drei ungefährdete Punkte gesichert hatte. Besonders herausragend dabei der Schwede Daniel Johnsson, der gleich sieben Tore erzielte.

War die Partie gegen den Tabellen-Vorletzten aus der Flughafenstadt ein bequemes Warmlaufen im neuen Jahr, so gestaltete sich das Duell gegen GC um einiges schwieriger. Der Titelaspirant aus Zürich hatte sich nach einem schwachen November eklatant gesteigert und zuletzt vier Mal in Serie klar gewonnen und dabei immer mindestens acht Tore geschossen.

Mit viel Selbstvertrauen starteten die Gäste dann auch, überstanden die erste Druckperiode des SVWE schadlos und schlugen dann eiskalt zu. Innerhalb von acht Minuten traf GC vier Mal, profitierten dabei von einem rabenschwarzen Auftritt von SVWE-Goalie Christoph Reich, der sich nach dem vierten Gegentreffer (15. Minute) gleich selber auswechselte. Nicolas Wolf ersetzte ihn, musste aber bereits nach einer Minute ebenfalls hinter sich greifen. 0:5 - ein Drittel zum Vergessen für den Meister.

Das 6:7 fünf Sekunden vor Schluss

Der Trainerstaff des SV Wiler-Ersigen reagierte, reduzierte auf zwei Linien und versuchte über mehr Intensität, das Team in die Partie zu bringen. Doch vorerst waren die Bemühungen zwar deutlich sichtbar, aber doch eher harmlos. Und als dann Kay Bier in der 33. Minute buchstäblich mit einem Sonntagsschuss das 6:0 für GC glückte, schien die Partie endgültig gelaufen. Doch im Unihockey ist eben alles möglich.

SVWE-Captain Tatu Väänänen brach mit dem ersten Tor den Bann (34:17) und nur zwei Minuten später stand es nach weiteren Treffern durch Jan Bürki und Matthias Hofbauer nur noch 3:6. So ging es auch ins Schlussdrittel. Und da waren es erneut der starke Youngster Bürki und der unverwüstliche Hofbauer, welche auf 5:6 verkürzten.

Die Halle im Sportzentrum in Zuchwil kochte nun und explodierte endgültig, als Claudio Mutter noch in derselben Minute auf das 5:6 das 6:6 folgen liess. Nach 53 Minuten konnte ein längst verloren geglaubtes Spiel von vorne beginnen.

Und erneut passierte das Unerwartete, als die Verlängerung praktisch schon Tatsache schien, lancierten die Grasshoppers den letzten Angriff, fanden tatsächlich die Lücke in den gegnerischen Slot, wo Fabrice Göldi mit dem Treffer zum 6:7 fünf Sekunden vor dem Ende zum Matchwinner avancierte. Ein brutales Ende für den SV Wiler-Ersigen, welcher trotz einer starken Willensleistung und für die Zuschauer tollen Aufholjagd schliesslich ohne Zähler dastanden.

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