NLB-Handball

Kantersieg statt des erwarteten Zitterspiels

Solothurn-Grauholz setzt sich gegen den BSV Stans mit 32:19 durch. Erwartet wurde ein Zitterspiel im Kampf gegen den Abstieg, doch es kam anders. Solothurn-Grauholz überzeugt von Beginn an mit guter Defensive und schnellen Gegenstössen.

Was sich als Zitterspiel im Kampf gegen den Abstieg angekündigt hatte, sah in der CIS-Halle ganz anders aus. Da war gar nichts von «Zittern» zu erkennen. Die Spielgemeinschaft Solothurn-Grauholz begann resolut und zeigte dem BSV Stans gleich in den Startminuten, wer Herr im Hause ist. Rasch stand es 3:0, und diese Führung gaben die Solothurner dann auch gar nie mehr aus der Hand.

«Gute Defensive und schnelle Gegenstösse sind das Rezept», analysierte Stefan Blaser, Geschäftsführer des TV Solothurn Handball, in der Pause beim Stand von 12:8. «Der Vorsprung sollte sogar etwas grösser sein, aber im Abschluss zeigte sich manchmal die fehlende Erfahrung.» Blaser hatte das absolut richtig analysiert: Viele Schüsse der Stanser blieben bereits am Kreis an irgendeiner Hand hängen, was zu Kontertoren führte. Im Solothurner Angriff wurde am Kreis dagegen etwas zu ungenau geschossen, weshalb der starke Goalie Christian Arnosti einige tolle Paraden zeigen und den Schaden für die Innerschweizer im Rahmen halten konnte.

Lima: «Ich sage nichts»

Die zweite Hälfte begann wie die erste. Die SG Solothurn-Grauholz trat konzentriert auf und erhöhte den Vorsprung rasch weiter, weshalb das Spiel in der 40. Minute mit 17:10 bereits entschieden war. Nun trafen auch die Schützen aus der zweiten Linie immer besser, weshalb das Schlussresultat mit 32:19 sehr deutlich ausfiel. Es war eine dieser Direktbegegnungen, die man gemeinhin als «Vierpunktespiele» bezeichnet. Da durfte man sicher nicht erwarten, dass Solothurn derart souverän gewinnen wird. Die Enttäuschung bei den Stansern war deshalb gewaltig. Trainer und Handballlegende Carlos Lima, auch bekannt als wortgewaltiger Kommentator des Schweizer Sportfernsehens, meinte auf die Frage nach den Gründen für das krasse Resultat: «Ich sage nichts.»

Starke Steigerung

Vollauf zufrieden war auf der anderen Seite Trainer Zlatko Portner. «Die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, ich kann sie nur loben. Vor allem in der Defensive konnten wir viele Schüsse abblocken. Das war eine starke Steigerung gegenüber den beiden letzten Spielen. Diesmal gibt es wirklich nichts zu kritisieren», so der Ex-Weltmeister mit Jugoslawien. Den positiven Eindruck des Trainers belegen die statistischen Zahlen: Nur 19 Gegentore sprechen Goalie und Defensive ein ausgezeichnetes Zeugnis aus, neun Tore schoss mit Martin Beer ein typischer Rückraumwerfer, acht Treffer erzielte mit Oliver Zimmermann der wirblige Mann für die schnellen Gegenstösse.

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