Eishockey
Justin Fesers grosse Rückkehr im Penaltyschiessen

Der EHC Olten feierte gegen La Chaux-de-Fonds seinen zwölften Sieg in Serie (2:1). Während der Kanadier Feser für das Heimteam aus dem Spiel heraus immer wieder Torchancen vergab, traf er im Penaltyschiessen gleich doppelt

Markus Angst
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Auch La Chaux-de-Fonds kam zu seinen Chancen: (von links) Neininger, Pargätzi und EHCO-Hüter Tobler.

Auch La Chaux-de-Fonds kam zu seinen Chancen: (von links) Neininger, Pargätzi und EHCO-Hüter Tobler.

HR.Aeschbacher

Das war wiederum ein hartes Stück Arbeit! Wenn es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, dass es diese Saison in der National League B auch für den Tabellenführer und selbst auf eigenem Eis keine einfachen Gegner gibt, dann lieferte ihn La Chaux-de-Fonds auf eindrückliche Art und Weise. Denn der Tabellensechste war, obwohl er wegen Benoit Mondous Verletzung mit nur einem Ausländer antreten konnte und zudem auf vier weitere Stammspieler verzichten musste, dem EHCO über weite Strecken ebenbürtig.

Es hatte sich schon im Startdrittel abgezeichnet, dass die Oltner alles andere als im Spaziergang zu ihrem zwölften Sieg in Serie kommen würden. La Chaux-de-Fonds verzeichnete nämlich in den ersten 20 Minuten nicht nur mehr Schüsse aufs Tor (10:8), sondern hatte auch die klareren Chancen.

Die dickste davon vergab Merola in der 17. Minute, als er alleine vor Tobler scheiterte. Das erste Tor schossen allerdings die Oltner. Ein schnelles Break schloss Hirt in der 19. Minute auf Vorarbeit von Wiebe und Schwarzenbach mit einem sehenswerten Treffer ab.

1:1 statt 2:0 oder 3:0

Haderten die Neuenburger nach dem ersten Drittel angesichts ihres Chanenplus’ mit dem Zwischenresultat, so gingen sie 20 Minuten später umso zufriedener in die zweite Pause. Dass sie mittlerweile zum 1:1 (Torschütze Merola in der 33. Minute) hatten ausgleichen können, hatten sie vor allem ihrem Gegner zu verdanken. Der EHCO liess im Mittelteil eine Reihe erstklassiger Chancen aus. So scheiterte Feser in der 23. und 27. Minute ebenso zweimal am herausragenden HCC-Goalie Ciaccio wie Schwarzenbach in der 28. und 29. Minute. Und zu allem Überfluss traf Di Pietro in der 38. Minute mit seinem Hammerschuss nur den Pfosten.

Zur Verlängerung hätte es aus Sicht der Oltner nicht kommen müssen. Denn auch im Schlussdrittel hatten sie mehrere Möglichkeiten zur (Vor-)Entscheidung. So schoss Feser in der 46. Minute erst knapp daneben und wenige Sekunden später den Torhüter an. Zwei weitere Schüsse von Feser (immer wieder er!) und Brunner landeten in der 56. und 58. Minute ebenfalls knapp neben dem Tor. Immerhin war mittlerweile auch La Chaux-de-Fonds wieder aus seiner Lethargie erwacht, und Tobler musste bei zwei gefährlichen Abschlüssen auf der Hut sein, dass Bonnet und Kast in der 54. und 55. Minute nicht für das vorzeitige Ende sorgten. Weil auch in der Verlängerung kein Tor fiel, kam es zum Penaltyschiessen – und endlich zu Justin Fesers grossem Auftritt. Während für La Chaux-de-Fonds einzig Jinman traf (notabene gleich im ersten Versuch), verwertete der EHCO-Kanadier den 8. und 13. Penalty und sorgte damit für einen erfreulichen Start ins neue Oltner Eishockey-Jahr.