FC Solothurn
Jungtalent setzt im Derby Duftmarke

Marc Du Buisson vom FC Solothurn ist erst 17-jährig. In den letzten sieben Spielen kam er auf 623 Minuten Einsatzzeit. Auch in seinem ersten Derby gegen Grenchen bestätigte er sein Talent.

Pius Rüegger
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Solothurner Zeitung

«Beim Freistoss zum 1:1 haben wir geschlafen, das sollte nicht passieren», blieb der jüngste Spieler im Derby zwischen Solothurn und Grenchen, der 17-jährige Marc Du Buisson, selbstkritisch. Er verheimlichte seine Enttäuschung nicht, dass der 1:0-Vorsprung nicht gehalten werden konnte. «Trotzdem freue ich mich über den Punkt, dieser motiviert uns für die nächsten Spiele», sagte der Kanti-Schüler. «Wir wussten, dass Paolo Vogt nicht fit ist, und es war keine Überraschung, dass er früh ausschied», war der Youngster auf diese Umstellung gefasst. Und: «Natürlich hat er sein Tor gemacht.»

«In der ersten Halbzeit hatten wir die Grenchner relativ gut im Griff, danach wurde ihr Druck grösser, sie hatten zwei, drei Chancen mehr», analysierte der Sportklassen-Schüler. Er ist überzeugt, dass mit einem zweiten Tor das Spiel entschieden gewesen wäre. Dabei dachte er an den genialen Schuss von Flavio Kiener in der 72. Minute, den Grenchens Torhüter Sandro Fleuti ebenso genial zur Ecke lenkte.

Für Du Buisson war es das erste Derby gegen Grenchen. «Das ist immer speziell, und ich war mehr motiviert als belastet», sagte er. In mehrfacher Hinsicht: «Es ist toll, vor einer grossen Zuschauerzahl zu spielen und wenn die Fans so viel Stimmung machen. Dazu traten beim Gegner mit Sandro Fleuti, Michael Hug, Edin Hasanovic und Tibor Kalina vier Spieler an, die letztes Jahr bei uns waren und die beweisen wollten, dass es nicht falsch war, den Verein zu wechseln.»

Vater als Privatcoach

Das Talent erhielt Marc Du Buisson von seinem Vater Robert, Schlüsselspieler der Mannschaft 1997/98, die beinahe den Aufstieg in die NLA schaffte, in die Wiege gelegt. «Ich möchte so gut sein und so viel Erfolg haben wie mein Vater», nimmt sich Sohn Marc vor. Lustig findet er es, wenn er mit oder gegen ehemalige Mitspieler seines Vaters anzutreten hat. «Er sagt und hilft mir, was ich gut mache und was ich verbessern kann, damit ich mich entwickle», beschreibt er das Privatcoaching seines Vaters.