Alles begann am 12. November 2005 im Sportzentrum Zuchwil mit zwei Siegen gegen Österreich. Zuchwil hat sich über all die Jahre als «Homebase» der U18-Frauen-Nati etabliert. Jedes Jahr finden mehrere Camps statt, die beiden Spiele gegen Grossbritannien vom Wochenende sind bereits die Länderspiele 22 und 23 in Zuchwil. «Das Sportzentrum bietet uns mit seiner breit gefächerten Infrastruktur alles, was das Herz begehrt», sagt U18-Nationaltrainer Georgios Mourouzidis, der das Team nach dem Abstieg an der Top-Division-WM zu Beginn des Jahres in Tschechien übernommen hat.

Aus der B-Auswahl entstanden

Die Schweizer U18-Nati ist 2004 aus der ehemaligen B-Auswahl entstanden, nachdem der Internationale Eishockey-Verband IIHF ankündigte, eine U18-Weltmeisterschaft in sein WM-Programm aufnehmen zu wollen. Den ersten richtigen Härtetest bestand das Team drei Jahre später am U18-WM-Qualifikationsturnier im finnischen Vierumäki mit den beiden Overtime-Siegen gegen Holland und Japan, die das Ticket für die erste U18-Weltmeisterschaft im Januar 2008 in Calgary bedeuteten. Die Liste der Länderspiel-Gegner ist in den letzten Jahren kontinuierlich angewachsen und umfasst neben Spielen gegen die besten Nationen der Welt (Kanada, USA, Schweden, Finnland) auch Vergleiche mit den Nachbarn Österreich, Deutschland und Frankreich, aber auch Reisen zu Turnieren in Tschechien oder der Slowakei. Die Bilanz liegt mit 51 Siegen bei 44 Niederlagen und drei Unentschieden im positiven Bereich.

In den Top 10 etabliert

In der Weltrangliste haben sich die Schweizer Nachwuchsspielerinnen seit Beginn «ihres Daseins» zwischen Rang 7 und 9 etabliert. Sie haben an vier Top-Division-Weltmeisterschaften mit den besten acht Nationen der Welt teilgenommen, zweimal den Ligaerhalt geschafft und sind zweimal abgestiegen. 2010 gelang der unmittelbare Wiederaufstieg.

WM in Romanshorn

Auf eine ähnliche Mission begibt sich das Team vom 2. - 8. Januar 2013 an der Division 1-WM in Romanshorn. «Allerdings haben sich die Stärkeverhältnisse in den letzten Jahren stark verändert und obwohl die Schweiz als Absteiger aus der Nummer 1-Position startet, ist die Ausgangslage mit den Spielen gegen die Slowakei, Norwegen, Frankreich, Japan und Österreich völlig offen,» weiss Mourouzidis.

«Zum Feinschliff ansetzen»

Gegen Grossbritannien wollen Mourouzidis und sein Coaching-Staff «zum Feinschliff ansetzen. Wir haben in den bisherigen drei Camps an den Basics gearbeitet, jetzt geht es darum in den verbleibenden acht Trainingstagen und drei Spielen vor WM-Beginn die richtige Mischung zu finden.» Noch stehen 23 Spielerinnen im WM-Kader, drei – eine Torhüterin und zwei Feldspielerinnen – werden vor WM-Beginn noch gestrichen werden müssen, da das IIHF-Reglement nur den Einsatz von 20 Spielerinnen inklusive zwei Torhüterinnen erlaubt.

Spiele 99 und 100

Die beiden (vor)letzten WM-Testspiele gegen Grossbritannien finden heute Samstag (15 Uhr) und das «Jubiläumsspiel» morgen Sonntag (11 Uhr) im Sportzentrum Zuchwil statt. Das letzte Spiel vor WM-Beginn bestreitet das Team im WM-Vorbereitungscamp am 29. Dezember in Romanshorn.