Unihockey
Johan Schönbeck: «Der Champions Cup war kein Thema»

SV Wiler-Ersigen gewinnt das Derby gegen Unihockey Mittelland in Olten klar mit 10:1. Der Cupsieger startete in Olten stark in die Partie, doch das eng gespannte Defensivnetz der Mittelländer hielt den Angriffen bis zur zehnten Minute Stand.

Olivier Winistörfer
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Glück für Unihockey Mittelland: Knapp darüber ist auch vorbei.

Glück für Unihockey Mittelland: Knapp darüber ist auch vorbei.

HR.Aeschbacher

Es war wohl nicht gerade die Kulisse, welche man sich in der letzten Saison beim SV Wiler-Ersigen vorgestellt hatte für die Partie von gestern. Anstatt sich im finnischen Tampere beim Champions Cup mit der internationalen Spitze zu messen, mussten sich die Berner in der Giroud-Olma-Halle in Olten mit dem Derby gegen Unihockey Mittelland begnügen.

Wiler-Ersigen schien aber nicht dem internationalen Wettbewerb nachzutrauern und startete stark in die Partie. Jedoch hielt das eng gespannte Defensivnetz der Mittelländer den Angriffen des Cupsiegers stand.

Weckruf für UH Mittelland

Erst in der zehnten Minute konnte Markus Gerber mit einem hart geschlagenen Pass durch den Slot Matthias Hofbauer lancieren, der nur noch entscheidend ablenken musste. Dies war ein Weckruf für die Gastgeber, welche nun in der Offensive auch zu mehr Chancen gelangten. Vor allem die Linie um Mobiliar-Topskorer Maurice Thomas brachte Gefahr aufs Tor von SVWE-Hüter Nicolas Wolf. Der Favorit liess Olten Zofingen zu viel Platz und diesen nutzte Lukas Schneeberger gleich in der 17. Minute zum 1:1 aus.

Unötige Strafe kassiert

Wiler-Ersigen machte sich in der Folge weiter das Leben schwer. So erhielt Thomas Bieber eine unnötige Strafe und die Berner mussten in Unterzahl agieren. Doch Torhüter Nicolas Wolf bewies sein gutes Auge und lancierte Adrian Zimmermann, welcher den Shorthander zum 2:1 erzielte. «Dieser Treffer war sicher ein Schlüssel für unsere Leistung im zweiten Drittel», meinte SVWE-Captain Matthias Hofbauer nach der Partie.

Wiler-Ersigen dreht auf

Im zweiten Drittel übernahmen die Berner das Spieldiktat wieder. Das Team des schwedischen Trainers Johan Schönbeck gab den Ball nur noch ab, um aufs Tor von Jan Binder zu schiessen. So stand es bereits nach 25 Minuten 4:1 für Wiler-Ersigen durch ein schönes Airhook-Tor von Nationalspieler Adrian Zimmermann. Wiler-Ersigen schien nun Blut geleckt zu haben und zauberte immer wieder in der Offensive. Die Oltner ihrerseits waren nur noch mit Defensivarbeit beschäftigt und konnten dennoch den Favoriten nicht stoppen. So hiess es nach vierzig Minuten 1:6 aus der Sicht der Gastgeber und das Spiel schien schon ziemlich entschieden zu sein, obwohl beide Teams alles gaben. Im letzten Drittel blieb die Intensität weiter hoch und es kam zu einigen harten Zweikämpfen an der Bande, jedoch fehlte anfangs auf beiden Seiten die nötige Konsequenz vor dem gegnerischen Gehäuse.

Kaum Chance zur Abwehr

Dies änderte sich zumindest bei Wiler-Ersigen in den Schlussminuten, und so erhöhten die Berner noch auf 10:1. Mit schnellen Kombinationen durch den Slot liess Wiler Mittellands Torhüter Jan Binder oft kaum eine Chance zur Abwehr. Der Cupsieger holt somit einen klaren Sieg im Derby und zeigt, dass man nicht dem Champions Cup nachtrauert. Diesem sei auch nicht nachgetrauert worden, wie Headcoach Johan Schönbeck erklärte: «In unserem Team war der Champions Cup kein Thema, sondern nur ausserhalb. Als wir im Sommer die Ziele für die Saison gesteckt haben, war das schon abgeschlossen.»

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