Unihockey
«Jetzt sind wir voll dabei» - Die Playoffs sind für Mittelland wieder in Sicht

Um ein Haar hätte sich Unihockey Mittelland im 1.-Liga-Derby gegen das Team Aarau noch die Butter vom Brot nehmen lassen. Gleich zwei Strafen kassierte der Gastgeber in den letzten fünf Minuten und geriet trotz 5:3-Führung nochmals gehörig ins Wanken.

Pascal Kamber
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Mittellands Janosh Schürmann (links) gab gegen das Team Aarau die entscheidenden Pässe zum 4:2 und 5:3.

Mittellands Janosh Schürmann (links) gab gegen das Team Aarau die entscheidenden Pässe zum 4:2 und 5:3.

Pascal Kamber

Weil aber die Aarauer nur eine der beiden Überzahlsituationen auszunutzen vermochten, rettete UM den angestrebten Heimsieg über die Zeit. Entsprechend gross war die Erleichterung bei Trainer Michel Bieri. «Wir haben gewusst, was auf dem Spiel stand. Wenn wir verloren hätten, wären die Playoffs nur noch mathematisch möglich gewesen», sagte er. So aber dürfen die Mittelländer die Festtagspause mit positiven Gefühlen in Angriff nehmen. Schliesslich beträgt der Rückstand auf den letzten Playoffplatz sechs Runden vor Abschluss der Qualifikation nur noch drei Punkte.

Die Basis zum Derbysieg legte Mittelland im Startdrittel. Bereits nach 145 Sekunden erzielte Captain Dominik Rhiner das 1:0, ehe Simon Haas in der 7. Minute nachdoppelte. Diese Führung gab UM bis zum Schluss nicht mehr preis, obwohl das Team Aarau mehrmals nahe am Ausgleich war. Der NLB-Absteiger reagierte aber auf den jeweiligen Anschlusstreffer im Stile eines abgeklärten Favoriten und stellte durch Timon Tschanz (16. Minute, 3:1), Julian Berlinger (35., 4:2) und Tobias Müller (55., 5:3) den Zwei-Tore-Vorsprung stets wieder her.

Dass es kurz vor der Sirene nochmals hektisch wurde, liege laut Michel Bieri an der fehlenden Routine. «Wir werden schnell nervös und müssen das über den Kampf und die Emotionen wieder wettmachen», erklärte der Trainer von Unihockey Mittelland. Im Vergleich zum Beginn der Saison habe das Team in diesem Lernprozess aber Fortschritte erzielt. «Früher hätten wir solche Spiele noch aus den Händen gegeben», sagte Bieri.

Die Richtung stimmt

Mit dem Erfolg gegen das Team Aarau rehabilitierte sich Unihockey Mittelland auch für die knappe 1:3-Niederlage am Tag zuvor gegen Lok Reinach. Nach Rafael Wolfs Führungstreffer schnupperten die Gäste lange am Punktgewinn, ehe die ambitionierten Wynentaler dank zwei Kontertoren ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht wurden. «In Reinach hat die letzte Konsequenz im Abschluss gefehlt, gegen Aarau haben wir unsere Chancen verwertet», sagte Bieri, «zudem haben wir im zweiten Derby den Sieg mehr gewollt und waren von Anfang an bereit.»

An dieser Marschroute will er nach dem Jahreswechsel festhalten, schliesslich stehen mit Baden-Birmenstorf, Schlusslicht Fricktal und Mosseedorf-Worblental drei wegweisende Partien im Rennen um die Playoffplätze bevor. «Es liegt in unseren eigenen Händen», so Michel Bieri. Umso wichtiger sei der Derbysieg gegen das Team Aarau zu werten. «Unihockey Mittelland ist im Aufschwung», sagte er, «jetzt sind wir voll dabei.»

Keine Punkte für Deitingen

Zweimal als Verlierer vom Feld musste am Wochenende der TSV Unihockey Deitingen. Am Freitag unterlagen die Wasserämter dem Team Aarau mit 3:4. Im gestrigen Heimspiel gegen Baden-Birmenstorf handelten sich die Deitinger früh einen Rückstand von mehreren Toren ein und rannten diesem in der Folge verzweifelt hinterher - 8:9 lautete das Schlussresultat. Deitingen fiel auf Platz sechs zurück.