Nach Siegen gegen die Schwyzer aus Goldau (3:1) und die Luzerner aus Schötz (2:0) streben die Ambassadoren gegen die Nidwaldner die «Innerschweizer Triplette» an. Beide Teams standen am Mittwoch siegreich im Einsatz. Die Besucher verwandelten gegen Zofingen einen 1:2-Rückstand in ein 3:2.

Die zwei klaren Meisterschafts-Niederlagen gegen Luzern II (1:5) und bei Black Stars Basel (1:4) und das Ausscheiden aus dem Schweizer Cup gegen Echallens (0:2) haben die Solothurner verdaut. Mit dem 3:1 in Bassecourt konnte das Blatt gewendet werden. Die Stadion-Elf schloss mit drei Siegen punktemässig zu Leader Black Stars auf.

Im Nachtragsspiel vom Mittwoch bewies die Truppe von Dariusz «Darek» Skrzypczak, dass sie auch ein Spiel zu gewinnen vermag, indem sie nicht überzeugt. «Es war ein Arbeitssieg, mehr war nicht möglich», erklärt der Pole. Und: «Ich denke, jetzt wird jedes Spiel ein Cup-Spiel, die Konzentration muss hochgehalten werden». Ziel und Wunsch, die Finalrunde zu erreichen, wirken beflügelnd.

«Im Moment sieht es gut aus, aber es muss bis zum Schluss gekämpft werden», blickt Skrzypczak nach vorne. «Langsam mache ich mir auch Gedanken zur Finalrunde, gegen Schötz haben wir nur einen kleinen Schritt nach vorne gemacht», sagt der Uefa-Pro-Lizenz-Trainer. Gedanken zur personellen Entwicklung für die nächste Saison macht sich parallel die Vereinsführung. Es wird mit und ohne Aufstieg geplant. Dabei geht es für Spieler und Trainer auch darum, die Zukunft weiter mitzugestalten.

Kohlers Absenz nach 2340 Minuten

Am Mittwoch hat Skrzypczak Leo Schrittwieser und Raphael Koch aus taktischen Gründen ausgewechselt. Heute steht nach seiner Sperre Loïc Chatton wieder zur Verfügung. Dafür fehlt Fabian Kohler nach seiner vierten Verwarnung. Es ist die erste Absenz des rechten Aussenverteidigers seit der Gelbsperre in Bassecourt am 26. Mai 2018. Kohler ist das einzige Kadermitglied, das seither in vier Finalrunden-, je einem Schweizer Cup- und Cup-Qualifikations- sowie 20 Meisterschaftsspielen keine einzige Minute auslassen musste – total 2340 Einsatzminuten.

«Kohler ist nicht nur defensiv stark, er hat auch nach vorne Potenzial», schätzt Skrzypczak seine solide Spielweise. Für ihn wird Sebastian Gerspacher seine Chance bekommen. Erst nach Ostern ist wieder mit Jeffrey Grosjean zu rechnen. Der Torhüter braucht diese Zeit, um seine Zerrung ganz auszukurieren. Mit Colin Bähler hat er jedoch einen ausgezeichneten Stellvertreter. Dessen Stellvertreter ist der gleichaltrige Kilian Hari, der auf die Rückrunde von Prishtina Bern zum CCJL-Team des FC Solothurn stiess.

Edin Hasanovic ist schmerzfrei, wobei mit der medizinischen Abteilung noch abgeklärt wird, wann er mit dem Aufbautraining beginnen kann. Skrzypczak will in der Schlussphase das Rotationsprinzip anwenden: «Ich habe so mehr Möglichkeiten und kann Impulse setzen». Die Osterferien kommen gelegen. «Wir können diese Verschnaufpause gut brauchen. Die Spieler erhalten ein, zwei zusätzliche trainingsfreie Tage», sagt der Teamchef.