Schiessen

Jan Lochbihler sticht um das letzte Ticket für die Europameisterschaft

Jan Lochbihler ist nach eigener Aussage so gut wie noch nie.

Jan Lochbihler ist nach eigener Aussage so gut wie noch nie.

Am Freitag duelliert sich der Holderbanker mit Simon Beyeler um den Platz an der EM der Luftgewehrschützen über die 10-Meter-Distanz.

Der zehn Jahre ältere Berner ist aber nicht irgendwer, sondern weist ein beeindruckendes Palmarès auf: Er ist fünffacher Welt- und Europameister und hat sowohl in Peking als auch in London an den Olympischen Spielen teilgenommen. Die Erfahrung spricht also klar für Beyeler.

Hinzu kommt noch, dass Lochbihler in München seinen allerersten Elitewettkampf überhaupt bestreiten wird. Dennoch glaubt der junge Solothurner an seine Chance. «Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben, denn wir sind beide gut in Form. Ich freue mich sehr auf den Wettkampf», blickt Jan Lochbiher voraus.

So gut wie noch nie

Die gute Form des 20-Jährigen kommt nicht von ungefähr. Seit November besucht der Bodenleger in Ausbildung die Spitzensport-RS in Magglingen und kann daher so viel trainieren wie nie zuvor. «Seit der sechsten RS-Woche bin ich quasi Vollprofi und lebe jeden Tag für meinen Sport. Das sind total andere Voraussetzungen», sagt er.

Das intensivere Training – täglich verbringt er jeweils rund vier Stunden im Schiessstand und absolviert zusätzlich noch Ausdauer-, Kraft- und Mentaltraining – zeigt Wirkung. «Ich bin derzeit beim Luftgewehrschiessen, das bisher nicht meine stärkste Disziplin war, auf einem so hohen Niveau wie noch nie», so Lochbihler. Zudem spüre er die Finessen besser und verfüge über mehr Wissen und Erfahrung, ergänzt er.

Qualität statt Quantität

Dennoch ist sich der Solothurner bewusst, dass er in München einen guten Wettkampf zeigen muss, wenn er die EM-Teilnahme schaffen will. Bereits kleine Unsicherheiten während dem Wettkampf können im ausgeglichenen Elitefeld grosse Auswirkungen haben.

Daher bereitete sich Lochbihler in den letzten Tagen spezifisch auf den 10-Meter-Luftgewehr-Wettkampf vor. «Ich verbrachte mehr Zeit im Schiessstand und reduzierte das pysische Training, damit der Körper ruhiger ist», erklärt er.

Auch hat Jan Lochbihler beim Schiessen darauf geachtet, die Qualität der Quantität vorzuziehen, damit er optimal auf den entscheidenden Wettkampf vom Freitag vorbereitet ist.

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