Spielabbruch
Italgrenchen-Spieler springt Schiedsrichter an die Gurgel

Die Drittliga-Partie in der Solothurner Gruppe 2 zwischen Italgrenchen und Subingen wurde beim Stand von 2:0 für Subingen in der 61. Minute abgebrochen. Ein Italgrenchen-Spieler hatte den Schiedsrichter bedroht und angefallen.

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Der Schiedsrichter zeigte die Rote Karte. Danach drehte der Grenchner Spieler durch.

Der Schiedsrichter zeigte die Rote Karte. Danach drehte der Grenchner Spieler durch.

KEYSTONE

Gemäss Beteiligten habe sich der Schiedsrichter «nicht mehr sicher, ja bedroht gefühlt». Dies, nachdem ihm der Grencher Ferdi Akgül regelrecht an die Gurgel gesprungen ist und ihm dabei die Pfeife aus dem Mund geschlagen habe. Vorausgegangen war dieser Handgreiflichkeit eine gelbe Karte an besagten Spieler nach einem Foul.

Nachdem Akgül daraufhin Richtung Strafraum davongestampft sei, habe er einige unschöne Worte für den Unparteiischen übrig gehabt. Der Schiri reagierte umgehend und zeigte dem Grenchner Rot. Diese Aktion brachte beim betroffenen Akteur das emotionale Fass zum Überlaufen. «Ich steche Dich nieder, Du...», soll der Spieler daraufhin angeblich zum Unparteiischen gesagt haben und ihm wie eingangs erwähnt an die Gurgel gesprungen sein.

Grundsätzlich ein faires Spiel

Bis zu besagtem Eklat und auch nach dem Abbruch ist die Begegnung, gemäss Involvierten, absolut fair und sauber verlaufen. Keine übermässige Häufung von Fouls. Allerdings, und darin sind sich ebenfalls die Vertreter beider Lager einig, sei die Leistung des Schiedsrichters vor dem Abbruch keineswegs wirklich zufriedenstellend gewesen. Man hört von Unsicherheit und einem tendenziell etwas übertrieben autoritären Auftritt. Der Frust, der sich (auch) so bei der verlierenden Equipe aufgestaute, hat sich dann in der 61. Minute unschön entladen.

Der Zwischenfall dürfte heute von der Wettspiel-Kommission des Solothurner Verbandes untersucht und dann via nationalem Verband sanktioniert werden. Auf der Hand liegt ein 3:0-Forfait-Sieg für Subingen, sowie eine längere Sperre und grössere Busse für Akgül. Ein Spieler, der notabene von ehemaligen Weggefährten als grundsätzlich «liebe Siech» beschrieben wird. (msk)

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