Nur dank der Einwilligung von Italgrenchen war es überhaupt möglich, dass der Cupfinal zwischen dem FC Olten und GS Italgrenchen überhaupt stattfinden konnte. Denn der Schweizer Fussballverband hatte die Oltner mit einem Boykott belegt, nachdem diese ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen waren.

Doch die Grenchner sollten für ihre Nachsicht nicht belohnt werden. Olten gewann den Solothurner Cupfinal mit 2:0.

Fehlende Wertschätzung

Schmerzlich war für Italgrenchen aber nicht nur die sportliche Niederlage: Weder vom Fussballverband noch vom Sieger sei ein Wort der Anerkennung für die sportliche Geste im Vorfeld gefallen. «Wir sind schon etwas irritiert über diese mangelnde Wertschätzung», meinte Italgrenchen-Vizepräsident Silvano Lombardo.

Sieg auf dem Rasen oder gar nicht

Dennoch hat man die Niederlage auf dem Rasen akzeptiert. «Das Resultat anzufechten, war im Vorstand gar kein Thema», so Lombardo. Nicht etwa aus juristischen Überlegungen, erklärt der Vize-Präsident. «Entweder wir gewinnen den Pot auf dem grünen Rasen oder gar nicht. So ist unsere Philosophie.»