Interclub
Das Optimum herausgeholt: Froburg-Trimbach schliesst Saison mit Halbfinal-Teilnahme ab

Für die NLA-Equipe des TC Froburg Trimbach bedeutete der Halbfinal gegen Sonnenberg erwartungsgemäss Endstation. Es war eine überaus positive Interclub-Saison für die Trimbacher.

Fabio Baranzini
Drucken
Teilen
Froburgs Nummer eins: Pablo Andujar.

Froburgs Nummer eins: Pablo Andujar.

Claudio Thoma/Freshfocus / freshfocus

Peter Gubler ist stolz auf seine Mannschaft. Und das zu Recht. Dass die Trimbacher NLA-Equipe in der diesjährigen Interclubsaison in den sechs Gruppenspielen vier Siege eingefahren hat, ist alles andere als selbstverständlich. Denn so ausgeglichen wie in diesem Jahr war die NLA-Meisterschaft der Männer schon lange nicht mehr. Kommt hinzu, dass der ohnehin schon intensive Spielplan noch einmal verdichtet wurde, da in dieser Saison wegen Corona sieben statt wie üblich sechs Teams in der höchsten Spielklasse des Landes aufgelaufen sind. «Mit unseren Leistungen haben wir uns den vierten Rang und damit die Qualifikation für die Halbfinals verdient», sagt der Teamverantwortliche Peter Gubler.

Carlos Traberner.

Carlos Traberner.

Claudio Thoma/Freshfocus / freshfocus

Finanzielle Mittel sind begrenzt

In eben diesem Halbfinal wurden dem TC Froburg Trimach dann aber die Grenzen aufgezeigt. Gegen das Team des TC Sonnenberg war nichts zu holen. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn man einen Blick auf die Kaderlisten der beiden Teams wirft. Während Trimbach auf den ersten zwei Positionen mit den beiden Spaniern Pablo Andujar und Carlos Taberner leicht stärker einzustufen war als der Gegner, war der TC Sonnenberg auf den Position drei bis sechs deutlich besser besetzt. Zum Vergleich: Remy Bertola, der bei Sonnenberg auf Position sechs spielt, ist die Nummer 11 der Schweiz. Trimbachs Nummer drei Yann Marti ist die Nummer 15.

Yann Marti spielte eine starke NLA-Saison.

Yann Marti spielte eine starke NLA-Saison.

Claudio Thoma/Freshfocus / freshfocus

«Wir haben schlicht nicht die finanziellen Möglichkeiten, um noch mehr Geld zu investieren und ein Team zusammenzukaufen, das mit Sonnenberg konkurrenzieren kann», sagt Gubler. «Das entspricht aber auch nicht unserer Philosophie. Wir wollen als einziger Vertreter der Nordwestschweiz den jungen Spielern aus der Region eine Chance geben. Das haben wir gemacht in dem Mischa Lanz, Jonas Schär und Mika Brunold regelmässig gespielt haben.»

Immerhin die Doppel erzwungen

Trotz der erwarteten Niederlage im Halbfinal gegen Sonnenberg gab es für Peter Gubler und sein Team einen kleinen Glücksmoment. Neben Pablo Andujar konnte nämlich etwas überraschend auch Yann Marti sein Einzel gewinnen. Marti, der ohnehin eine starke NLA-Saison zeigte und bei drei seiner vier Einzelsiegen jeweils Gegner aus den Top 10 der Schweiz bezwang, schlug den favorisierten Sandro Ehrat und zwang die Sonnenberger so in die Doppelpartien. «Der Sieg von Yann war eine Meisterleistung. Damit konnten wir eine erneute Schlappe wie beim 1:8 in der Vorrunde gegen Sonnenberg verhindern. Es erfüllt mich mit einer gewissen Befriedigung, dass wir Sonnenberg zumindest in die Doppel zwingen konnten», sagt Gubler.

Zu mehr reichte es dann aber nicht. Denn auch in den Doppelpartien war Sonnenberg schlicht stärker. «Sonnenberg hat verdient gewonnen. Wir haben ehrenvoll abgeschnitten und können den Platz mit erhobenem Haupt verlassen», bilanzierte Peter Gubler. Sonnenberg musste sich im Endspiel – wie bereits vor einem Jahr – dem TC Seeblick mit 4:5 geschlagen geben und wird zum zweiten Mal in Folge Vize-Schweizer-Meister.

Jonas Schär.

Jonas Schär.

Claudio Thoma/Freshfocus / freshfocus

Aktuelle Nachrichten