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Innert 23 Sekunden verhelfen Cormier und Vogt dem EHCO zum Sieg

Die Oltner können Red Ice Martigny Stand halten und ziehen ihnen in der Schlussphase den Boden unter den Füssen weg. Quelle: Aeschbacher

Die Oltner können Red Ice Martigny Stand halten und ziehen ihnen in der Schlussphase den Boden unter den Füssen weg. Quelle: Aeschbacher

Der EHC Olten schickt Red Ice Martigny im rasanten Schlussdrittel unter den Strich – auch dank dem Sieg der Basel Sharks über Ajoie.

Nach vier Niederlagen in Serie hatte der EHC Olten gegen Red Ice Martigny endlich wieder mal ein Erfolgserlebnis. Bis der 5:2-Sieg gegen die Walliser – die wegen Basels gleichzeitigem Überraschungssieg über Leader Ajoie unter den Strich fielen – heimgefahren war, mussten sich die 2919 Zuschauer im Kleinholz allerdings lange gedulden. Denn die Entscheidung fiel erst vier Minuten vor Schluss, als Derek Cormier und Marco Vogt mit zwei Toren innert 23 Sekunden von 3:2 auf 5:2 erhöhten.

Harziges Spiel zweier Ex-Leader

Das die Wende einleitende 3:2 wiederum hatte Topskorer Marco Truttmann, auf den im entscheidenden Moment wieder mal Verlass war, erst in der 51. Minute erzielt. Bis zu jenem Zeitpunkt hatten die Oltner zwar leicht mehr von diesem auf mässigem Niveau stehenden Match zweier ehemaliger Tabellenführer. Aber sie taten sich gegen die hartnäckigen Walliser insbesondere vor dem Tor schwer. Der Wille war da, doch es fehlten die genialen Ideen und überraschenden Pässe, die den EHCO vor der Phase mit den vielen Verletzten so unberechenbar gemacht hatten. Als wollten sie den Puck ins Tor tragen, zeigten die Oltner mehr Einzelaktionen als schöne Kombinationen.

Martigny hielt mehr als nur mit

So stand es nach 50 Minuten 2:2 – und das war aus Sicht der beherzt kämpfenden Gäste nicht einmal unverdient. Denn nachdem sie bereits in der 3. Minute durch Christopher Depraz in Führung gegangen waren, mussten sie zwar fünf Minuten später den Ausgleich durch Remo Hirt hinnehmen. Doch drei Minuten vor der ersten Pause wären sie beinahe ein zweites Mal in Führung gegangen, als der Thurgauer Ausverkauf-Kanadier Marco Charpentier nur den Pfosten traf. Statt 1:2 hiess es in der 25. Minute 2:1 für die Oltner, als Diego Schwarzenbach nur 19 Sekunden nach Ablauf einer Strafe gegen Wesley Snell traf. Doch auch dieser Treffer brach das Genick des Aufsteigers nicht. Denn Oltens vierten Ausschluss durch Remo Hirt nutzte Frédéric Iglesias prompt zum 2:2-Ausgleichstreffer.

Lukas Meili ein sicherer Wert

Beinahe hätte Martigny nochmals ausgeglichen. Denn nur eine Minute nach Marco Truttmanns 3:2 hielt EHCO-Gastkeeper Lukas Meili einen gefährlichen Weitschuss des Letten Aleksejs Sirokovs in die untere Ecke mit einer Glanzparade. Die 21-jährige Leihgabe der Kloten Flyers war ein sicherer Wert und trug massgeblich dazu bei, dass die Oltner nicht ein fünftes Mal in Serie verloren.

Wohl waren beide Gegentreffer etwas unglücklich. Beim 0:1 kollerte ihm der Puck zwischen den Beinen hindurch, beim 2:2 fiel die Scheibe nach einem satten Weitschuss von der blauen Linie via Latte und seinen Rücken ins Tor. Doch das brachte den früheren Goalie der Junioren-Nationalmannschaft, der bei Kloten als Nachfolger des in diesem Februar 40 werdenden Ronnie Rüeger vorgesehen ist, nicht aus der Fassung.

Scott Beatties Tempoforcing

Nicht aus der Ruhe bringen liess sich trotz des lange Zeit ausgeglichenen Spielstands auch Scott Beattie. Aber der EHCO-Trainer schaute dem Geschehen nach 40 Minuten nicht weiterhin tatenlos zu, sondern griff im Schlussdrittel in die Coaching-Trickkiste. Er stellte von vier auf drei Sturmlinien um und erhöhte so den Druck auf die sichtlich müder werdenden Walliser. Während der Kanadier die beiden ersten Formationen Truttmann/Cormier/Arnold und Schwarzenbach/Sertich/Hirt unverändert weiterlaufen liess, stellte er Vogt an die Seite von Tschuor und Wüst. Prompt war die gesamte neuformierte dritte Linie am alles entscheidenden 5:2 beteiligt – Scott Beattie hatte alles richtig gemacht.

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