Unihockey
In Tschechien bereitet sich Wiler-Ersigen auf die neue Saison vor

Wiler-Ersigen bereitet sich am Czech Open, am wichtigsten Klubturnier der Welt, auf die Meisterschaft vor. Das Team überzeugt trotz Verletzungspech.

Daniel Weissenbrunner
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Auf Abschiedstour: Stürmer Philipp Fankhauser (links) wird Wiler-Ersigen bis im Januar nicht mehr zur Verfügung stehen.

Auf Abschiedstour: Stürmer Philipp Fankhauser (links) wird Wiler-Ersigen bis im Januar nicht mehr zur Verfügung stehen.

Marcel Bieri

In Prag richten in dieser Woche sportlich die Unihockeyaner mit der grossen Kelle an. In der tschechischen Metropole findet das bedeutendste Klubturnier der Welt statt. Mehr als 200 Teams aus 20 Ländern bereiten sich auf die kommende Meisterschaft vor. Zum Teilnehmerfeld gehört schon traditionell der SV Wiler-Ersigen. Der achtmalige Schweizer Meister ist in Prag regelmässig Gast.

Für die Mannschaft des neuen Trainers Johan Schönbeck stehen zum jetzigen Zeitpunkt weniger die Resultate im Vordergrund. Nach dem frühen Aus in der Meisterschaft und der Trennung von Trainer Heikki Luukkonen, wird die Mannschaft auf einen Systemwechsel eingeschworen. «Es geht darum, die Defensive zu stabilisieren», sagt Sportchef Marcel Siegenthaler. Die Verteidigung war in der letzten Saison das grosse Sorgenkind.

Am Czech Open gibt es Anzeichen, dass die Spieler zur defensiven Robustheit zurückgefunden haben. In den drei Vorrundenspielen kassierten die Wiler nur drei Treffer und holten sich den Gruppensieg. Das erstaunt insofern, da die Berner nur mit einem Rumpfteam nach Prag gereist sind. Mit Simon und Michael Garnier (beide Schule), Simon Flühmann (Zehenbruch), Kevin Steffen (Arbeit) sowie Christoph Hofbauer (Kapselquetschung) fehlen gleich mehrere Leistungsträger.

Zu allem Übel überdehnte sich Simon Bichsel in der ersten Begegnung gegen Josba die Bänder. Erst gestern Nachmittag stiess Philipp Fankhauser zum Team. Der Nati-Stürmer hat seine Abschlussprüfungen hinter sich gebracht. «Eigentlich hatte er ganz passen wollen», erklärt Siegenthaler. Fankhauser absolviert ab September in Australien ein Praktikum und wird der Mannschaft erst im Januar wieder zur Verfügung stehen.

Problemlos integriert haben sich die beiden neuen Ausländer. Tatu Väänänen und Isaac Rosén zeichnen sich als jene Verstärkungen ab, welche Wiler-Ersigen benötigt, um um die Titelvergabe mitreden zu können. Väänänen in seiner Rolle als Spielgestalter, Rosén als Torgarant.

Bis zum Saisonstart am 21. September gegen Grünenmatt bleibt Johan Schönbeck Zeit, die Feinabstimmung vorzunehmen. Bereits in zwei Wochen hat der SV Wiler-Ersigen einen grossen Auftritt in Burgdorf. Als einer von nur zwei Sportvereinen (neben den SCL Tigers), erhielt der Klub für den Umzug am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest eine Einladung. «Es ist eine perfekte Plattform, um uns einem breiten Publikum präsentieren zu können», sagt Marcel Siegenthaler zu den Vorbereitungen.