Der Turnierdirektor des ITF Trimbach hat eine wichtige Entscheidung zugunsten der berufstätigen Zuschauer getroffen: Die Matches werden später angesetzt als ursprünglich vorgesehen. Die letzten drei Spiele starten nicht vor 18 Uhr. Peter «Cobra» Kühni erklärt: «Wir wünschen uns reges Zuschauerinteresse und sind davon überzeugt, ein spannendes Aufgebot hochkarätiger Spieler zu präsentieren. Mit dem verschobenen Beginn haben Sportinteressierte aus der Region die Chance, auch nach der Arbeit im Tenniscenter vorbeizuschauen.»

Das hochkarätigste Abendspiel bestreitet am Montag der an Nummer zwei gesetzte Frank Dancevic aus Kanada. In der Spitzenzeit seiner Karriere bekleidete er immerhin Weltranglistenrang 61. Derzeit ist er die Nummer 211 der Welt.

Für Klatsch und Trascht dürfte gesorgt sein

Eine Reihe illustrer Namen des Schweizer Top-Tennis spielt ab dem heutigen Montag um den Titel am ITF Trimbach 2016. Praktisch die komplette zweite Reihe des Schweizer Tennis hinter Roger Federer und Stanislas Wawrinka ist vertreten. Spannung ist garantiert – nicht nur sportlich, sondern auch aufgrund persönlicher Eitelkeiten und Eklats in der Vergangenheit. Da wären etwa Tennis-Rowdy Yann Marti und Adrien Bossel, die in der Vergangenheit beide der Meinung waren, einen Platz im Schweizer Davis-Cup-Team für sich beanspruchen zu können. Marti war einst wutentbrannt abgereist, als er sich von Nationaltrainer Severin Lüthi übergangen gefühlt hatte. Robin Roshardt, mit dem sich Marti erst kürzlich einen grenzwertigen Streit auf dem Platz lieferte, ist ebenfalls ins Hauptfeld eingerückt. Er überstand die Qualifikation souverän und fegte seinen letzten Gegner Dominik Böhler mit 6:1 und 6:1 vom Platz. Bereits im Viertelfinal könnten die Finalisten um den Schweizermeistertitel im Einzel Marti und Roshardt wieder aufeinandertreffen.

Luca Giacomelli ist im Doppel dabei

Die aktuelle Nummer drei der Schweiz hinter Federer und Wawrinka ist Henri Laaksonen. Er ist ebenso am ITF Trimbach zu sehen wie die Top-Talente Marko Osmakcic und Antoine Bellier, die versuchen werden, eine Überraschung zu landen. Die Hoffnungsträger aus der Region konnten sich im Einzel nicht fürs Haupttableau qualifizieren. Einzig Luca Giacomelli hat die Möglichkeit, sich noch zu beweisen. Er tritt im Doppel an der Seite von Marc-Andrea Huesler an und steht nach 18 Uhr auf dem Platz.

Grundsätzlich gibt es zwei fixe Termin-Blöcke pro Spieltag mit je drei Matches. Die ersten Spiele beginnen um 13.30 Uhr. Der Start der anschliessenden Partien ist variabel. Danach folgt der zweite Block des Tages gegen 17 Uhr. Daraus ergibt sich, dass die letzten Matches des Tages nicht vor 18 Uhr starten.

Die Highlights des Tages aus Schweizer Sicht werden sein: Gianluca Mager (ITA) gegen Adrien Bossel, 13.30 Uhr; Johan Sebastien Tatlot (FRA) gegen Marko Osmakcic, 17 Uhr; Luca Giacomelli/ Marc-Andrea Huesler gegen Niels Lootsma (NED)/ Vadym Ursu (UKR).