1. Liga
In Bassecourt hat der FC Solothurn sowohl Spiel als auch Waylon Grosjean verloren

Kalt erwischt wurde Finalist Solothurn vom abstiegsgefährdeten Bassecourt. Die Solothurner mussten eine 1:2-Niederlage einstecken. Dazu sah Waylon Grosjean auch noch die rote Karte.

Pius Rüegger
Drucken
Teilen
Waylon Grosjean wurde nach einer Notbremse mit der roten Karte bestraft.

Waylon Grosjean wurde nach einer Notbremse mit der roten Karte bestraft.

zvg

Bereits nach 30 Spielsekunden lagen die Deutschschweizer zurück. Die Jurassier starteten fulminant. Randaxhe sah halbrechts im Solothurner Strafraum Erard frei. Der rechte Aussenläufer liess dem 16-jährigen Solothurner Hüter Bähler mit seinem Schuss auf die linke Seite keine Abwehrchance.

In den ersten fünf Minuten kamen die Einheimischen noch zu drei weiteren top Abschlüssen durch Lachat (3., 5.) und Amaouche (4.). «Wir haben sehr schlecht begonnen und Bassecourt hat sofort die Initiative übernommen», gestand Solothurns Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak.

Schwächste erste Hälfte

Nachdem sich die Rotweissen in der Startphase völlig von der Rolle präsentierten, gelang es ihnen, Ordnung in ihr Spiel zu bringen. Dadurch konnten die Angriffswellen der Gastgeber abgedämmt werden. Allerdings liessen Genauigkeit und Zusammenhalt für erfolgreiche Gegenstösse zu wünschen übrig. «Es fehlte am letzten Pass», räumte Skrzypczak ein.

Nach dieser bisher schwächsten Halbzeit nahmen sich die Gäste vor, umgehend zu reagieren. «Wir wollten das schnelle 1:1 und kein Gegentor erhalten», lautete des Trainers Devise. Doch schon in der 50. Minute schlugen die Romands erneut zu. Amaouche flankte von rechts ins Zentrum, Cuskic übernahm mit dem Kopf und schloss zum 2:0 ab.

Anschlusstreffer kam zu spät

Mit einem Doppelwechsel erhofften sich die Besucher eine Druck- und Effizienzsteigerung. Arifi und Schrittwieser kamen für Chatton und Hasanovic (56.). Mit dieser Massnahme nahm der Speed wohl zu, aber die ominöse Lücke beim Gegner wurde vorerst nicht gefunden.

Erst in der 86. Minute gelang Hunziker mit einem Direktschuss auf Vorarbeit des an Hüftbeschwerden leidenden Arifi der Anschlusstreffer. «Dieses 2:1 kam zu spät», bemerkte Skrzypczak. Die letzten Minuten wurden dadurch hektisch. Solothurn intensivierte seine Offensive zumindest für den Ausgleich.

Bassecourt brauchte den Sieg, weil Sursee in Schötz 2:0 führte, um oben zu bleiben. In der ersten Nachspielminute startete Erard links einen Entlastungsangriff. Vor der Solothurner Spielerbank zog Waylon Grosjean die Notbremse – direkt Rot.

Dieses überharte Einsteigen freute seinen Trainer nicht: «Wir haben nicht nur das Spiel, sondern einen wichtigen Spieler verloren.» Und in Anerkennung «nicht unverdient verloren» zu haben, hätte der Pole «lieber einen Sieg für das Selbstvertrauen und die Moral» gehabt.

Zwischenrunden-Hinspiel am Mittwoch bei Lancy

Im Blick auf das Zwischenrunden-Hinspiel am kommenden Mittwoch in Genf gegen den Westdritten Lancy (20 Uhr) war für Skrzypczak wichtig, ein Auswärtstor notieren zu können. Für die Finalrunde wartet dem Sieger dieser Barrage der Gewinner aus dem Ausstich Meyrin/Münsingen mit Heimvorteil im Hinspiel (6. Juni).

Matchtelegramm

Bassecourt - Solothurn 2:1 (1:0)

Stade des Grands Prés. – 550 Zu­schauer. – SR: von Mandach. – Tore: 1. (0.30) Erard 1:0; 50. Cuskic 2:0, 86. Hunziker 2:1.

Bassecourt: Bourquin; Tela, Ghomrani, Monnerat, Chiquet (74. Bitiq); Jérémy Ducommun; Erard, Randaxhe, Cuskic (90. Sifuro); Lachat, Amaouche (69. Soltani).

Solothurn: Bähler; Henzi, Waylon Grosjean, Anderegg, Du Buisson; Müller, Hasanovic (56. Schrittwieser); Veronica (65. Bisevac), Hunziker; Stauffer; Chatton (56. Arifi).

Bemerkungen: Bassecourt ohne Nathan Ducommun und Mobili (beide gesperrt). So­lo­thurn ohne Koch, Kohler (beide gesperrt), Micelli (Aufbautraining) und Bleuler (verletzt). – Platzverweise: 91. Waylon Grosjean (Notbremse gegen Erard) und Masseur Aeschlimann (Reklamieren). – Ver­war­nun­gen: 36. Amaouche, 51. Lachat (beide Foul), 82. Bourquin (Spielverzögerung) und 85. Waylon Grosjean (Foul). – Eckbälle: 2:5 (1:4).

Aktuelle Nachrichten