Fussball 3. Liga

Im Unterhaus sind die Aufstiegsspiele das grosse Highlight

Die Aufstiegsspiele zur 2. Liga, wie hier vor knapp zwei Monaten auf dem Sportplatz Bechburg in Oensingen, sind Publikumsmagnete. Bruno Kissling

Die Aufstiegsspiele zur 2. Liga, wie hier vor knapp zwei Monaten auf dem Sportplatz Bechburg in Oensingen, sind Publikumsmagnete. Bruno Kissling

24 Klubs kämpfen in der zweithöchsten Liga des Kantons Solothurn um die begehrten Plätz in der Promotionsrunde.

Regionale Fussballspiele ziehen die Zuschauer leider schon lange nicht mehr in Massen an. Das Konkurrenzangebot ist schlicht zu gross und im Fernseher läuft jederzeit irgendwo ein Fussballspiel. Der Weg auf den lokalen Fussballplatz wird (zu) oft gescheut. So kämpfen vor allem auch die Drittligisten mit sinkenden Zuschauerzahlen. Obwohl in der zweithöchsten Liga des Kantons auch in der anstehenden Spielzeit wieder etliche Traditionsvereine mittun.

Das Ziel der 24 Teams, die an diesem Wochenende in die Saison 2017/18 starten werdem, ist klar: die Aufstiegsspiele. Nicht nur weil die höchste Spielklasse winkt. Nur schon der Umstand, dass die Aufstiegsspiele noch zu den wenigen Publikumsmagneten im Regionalfussball zählen, ist ein grosser Anreiz, den Sprung unter die besten Zwei der jeweiligen Gruppe zu schaffen.

Klus/Balsthal und die beiden Reserveteams als Favoriten

Dem FC Klus/Balsthal gelang die Qualifikation für die Promotionsrunde in den letzten Jahren gleich mehrmals. In den entscheidenden Partien versagten bei den Thalern aber stets die Nerven, wodurch der Aufstieg in die höchste Regionalliga dreimal in den letzten vier Jahren verpasst wurde. Trotz gewichtiger Abgänge ist dem FCKB heuer der nächste Einzug in die Aufstiegsspiele zuzutrauen.

Doch die beiden zweiten Mannschaften vom FC Olten und FC Subingen werden in der Gruppe 1 sicher auch ein Wort um die Spitzenplätze mitreden. Gleiches gilt den FC Niederbipp, der Mitte Juni ganz bitter als Drittletzter aus der 2. Liga abstieg, weil zwei Solothurner Vereine aus der 2. Liga inter fielen. Nebst diesen Kandidaten spielt sich in der Drittliga regelmässig ein Team, mit dem vor dem Start niemand rechnet, in einen Rausch. Wer lässt die Konkurrenz dieses Jahr staunen?

Zwei Absteiger aus der 2. Liga und zwei Neulinge

In der Gruppe 2 könnte der FC Gerlafingen, der wieder erstarkt in die 3. Liga zurückgekehrt ist, zum Überraschungsteam mutieren. Vor zwei Jahren standen die Gerlafinger noch an der Schwelle zur 2. Liga, zogen in den Aufstiegsspielen aber den Kürzeren und tauchten in der Folge sogar kurz in die 4. Liga ab. Der zweite Neuling der Gruppe 2 ist der HSV Halten. Die Wasserämter realisierten mit 18 Siegen, drei Unentschieden und nur einer Pleite locker den Aufstieg.

Zu den Gruppenfavoriten zu zählen sind definitiv die beiden Absteiger aus der 2. Liga, der FC Deitingen und der FC Zuchwil. Offen ist, ob der Türkische SC Solothurn dieses Jahr die Anforderungen des Verbandes erfüllen kann. Die letzte Saison beendeten die Solothurner auf dem Spitzenplatz, durften allerdings nicht an den Aufstiegsspielen teilnehmen, weil sie nicht genug Juniorenförderung betreiben.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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