Handball NLB

Im Strudel des sportlichen Mittelfelds: Der TV Solothurn empfängt Handball Stäfa

Kehrt der TV Solothurn nach zwei Niederlagen in Serie auf die Siegesstrasse zurück?

Nach zuletzt zwei Niederlagen steht der TV Solothurn auf dem eher enttäuschenden achten Tabellenplatz. Neben starken Auftritten gegen Wädenswil/Horgen und Baden zeigten die Aarestädter auch enttäuschende Leistungen gegen Kadetten und Möhlin. Nicht nur matchübergreifend, sondern auch in den Spielen selber fehlt es aktuell an Konstanz.

Schwacher Beginn, ein paar Tore Rückstand, dann die Aufholjagd, in der man den Gegner dominiert, dann wieder ein Leistungsabfall. Die Spiele des TV Solothurn gleichen oft einer Achterbahn. Phasenweise spielen die Solothurner ihre Gegner an die Wand, nur um dann wegen technischer Fehler und Fehlwürfen wieder ins Hintertreffen zu gelangen.

Zu Gute halten muss man dem TVS, dass das Startprogramm dieses Jahr sehr schwierig war. Mit Stans, Baden und Möhlin spielten die Ambassadoren bereits gegen drei Mannschaften aus den Top Vier, zudem waren noch die talentierten und starken Jungkadetten zu Gast im CIS. Und mit Handball Stäfa folgt nun gleich der aktuell Fünftplatzierte.

TVS verkauft sich aktuell unter Wert

Doch auch die Duelle gegen die schlechter platzierten Mannschaften, die in den kommenden Wochen folgen, werden mit Sicherheit keine Spaziergänge. "Die Liga ist im Vergleich zum Vorjahr ausgeglichener geworden", sagte TVS-Trainer Jürg Lüthi vor der Saison. Umso wichtiger ist es, dass der TV Solothurn endlich zu seiner Form findet und die notwendige Beständigkeit an den Tag legt.

Denn rein nominell verkauft sich Solothurn zurzeit unter Wert. Die gewichtigen Abgänge konnten kompensiert werden und das Gros der Mannschaft sollte eigentlich harmonisieren, spielt es doch seit mehreren Jahren zusammen. Somit scheint das Problem, das der TVS übrigens seit mehreren Jahren mitschleppt, im mentalen Bereich zu sein, sprich bei der Einstellung und der Konzentration.

Wie hungrig ist die Mannschaft noch?

Nach dem Aufstieg in die NLB vor fünf Jahren war der Hunger nach Erfolg enorm. Der Aufsteiger musste und wollte sich vor dem Rest der Liga beweisen, was in einem fünften und ein Jahr danach sogar dritten Schlussrang gipfelte. Nach diesen Erfolgen, und dem Fakt, dass sich Solothurn seit Jahren keine Abstiegssorgen machen muss und ein Aufstieg in die höchste Liga ausser Frage steht, scheint sich ein wenig zu viel Müssiggang eingefunden zu haben.

Wie schnell einkehrende Bequemlichkeit in einem Abstieg enden kann, zeigt die letzte Dekade in der NLB. Siggenthal, Altdorf, Zofingen, und sogar der aktuelle Leader Stans sind einige Beispiele dafür, dass ein Abstieg oft schneller Tatsache ist, als einem lieb ist, wenn der Erfolgshunger nachlässt. Im Vorfeld der Saison haben die meisten Spieler als persönliches Ziel den fünften oder einen noch besseren Platz angegeben, und sich damit selber höhere Ziele gesteckt als der Verein (6. Platz). Nun liegt es auch an ihnen, den notwendigen Elan aufs Feld zu bringen, um diesen Zielen gerecht zur werden.

Die Partie TV Solothurn - Handball Stäfa findet am 12. Oktober 2019 um 18.00 Uhr im CIS Solothurn statt .

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