Beachvolleyball
Im Sportzentrum Zuchwil bieten die Frauen Sandspektakel pur

Das Duo Lippuner/Gerber gewinnt das kleine Final gegen die Basler Schwestern Miriam und Tanja Lüdin. Luana Jaggi und Stephanie Kaufmann von Aeschi gelegten den 7. Schlussrang gleichauf mit der Oltnerin Céline Gut und der Fricktalerin Roxana Weber

Hans Peter Schläfli
Merken
Drucken
Teilen
Impressionen vom Beachvolleyballturnier in Zuchwil
6 Bilder
Stephanie Kaufmann (links) und Luana Jaggi.
Céline Gut spielt den Pass auf Roxana Wenger.
Wendy Lippuner, beobachtet von Tatjana Gerber.
Die Deitingerin Wendy Lippuner.
Die Oltnerin Céline Gut.

Impressionen vom Beachvolleyballturnier in Zuchwil

Hans Peter Schläfli

Manchmal sagen die Gesetztenlisten vor einem Beachvolleyball-Turnier nicht viel aus, weil die Vielspieler oft vor den wirklich starken Teams rangiert sind, da diese weniger Turniere bestreiten. Aber wenn die Nummer 1 beim B1-Turnier in Zuchwil aus Daniela Senn und Denise Schneider besteht, dann ist die Favoritenrolle ernst zu nehmen. Die Aargauerinnen belegen im B-Ranking nicht nur die beiden obersten Plätze, sie waren auch in Zuchwil eine Klasse für sich und gewannen das Turnier ohne Satzverlust vor Zita Rohrer/Daniela Schneider. Die als Nummer 10 gesetzten Innerschweizerinnen stellten trotzdem die positive Überraschung des Turniers dar.

Den Ausgezeichneten dritten Schlussrang belegte die Deitingerin Wendy Lippuner mit der Seeländerin Tatjana Gerber. Aber es wäre noch mehr dringelegen: Im Halbfinal verloren sie gegen Rohrer/Schneider unglücklich 1:2, die sie in der zweiten Runde noch knapp geschlagen hatten. Im kleinen Final gewannen sie gegen die Basler Schwestern Miriam und Tanja Lüdin dann wieder souverän. Ansonsten waren die Solothurnerinnen in diesem B1-Turnier dünn gesät, obwohl es zur Beachtour des Teilverbands SVRS der Region Solothurn zählt: Luana Jaggi und Stephanie Kaufmann von Aeschi belegten den 7. Schlussrang gleichauf mit der Oltnerin Céline Gut und der Fricktalerin Roxana Wenger.

Vom organisierenden Verein Volley Solothurn war überhaupt keine Spielerin dabei. «Das Beachvolleyball hat in unserem Verein noch keinen allzu grossen Stellenwert», erklärte Organisator Niklaus Fluri, «aber es wäre schade, sich deshalb nur auf die Hallensaison zu konzentrieren. Mit den Turnieren hier in Zuchwil möchten wir unseren Namen auch im Beach-Bereich etwas bekannter machen.» Dazu wäre aber dringend ein wenig Werbung in eigener Sache nötig: Es hatte überhaupt keine Zuschauer auf der schönen Anlage im Zuchwiler Sportzentrum.

Ausgeschrieben war das Turnier für ein 16er-Tableau, angemeldet haben sich nur 12 Teams, angetreten sind schliesslich deren 10. «Das ist schon etwas enttäuschend, aber die beiden kurzfristigen Abmeldungen wegen Verletzungen müssen wir akzeptieren», sagte Organisator Niklaus Fluri. Das kleine Teilnehmerfeld hat auch seine Vorteile: Die Sätze gingen bis 21 Punkte, bei einem kompletten 16er-Feld hätten die Sätze aus Zeitgründen auf 15 Punkte reduziert werden müssen.

Doch der erhoffte Aufschwung des Beachvolleyballs wird sich für den sonst erfolgreichen Verein Volley Solothurn nicht einstellen, wenn keiner an die attraktiven Turniere kommt. Bei den B3-Turnieren, die am Tag nach dem B1-Turnier ausgetragen wurden, sah es zwar ein wenig besser aus, aber dort wird eben nur auf Plauschniveau gespielt.